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#antisemitismuskritik
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Flyer des Workshops

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Foto von Julia Hofmann während ihres Vortrags.

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Foto von Dr. Simone Hiller während ihres Vortrags

Foto von Dr. Simone Hiller während ihres Vortrags

Foto vom Catering mit Häppchen und einer Karaffe Wasser.

Foto vom Catering mit Häppchen und einer Karaffe Wasser.

Im Theologicum wurden am 05. & 06. März Forschungsimpulse aus den Tübinger Theologien zu Thema "Religion und extreme Rechte" vorgestellt und diskutiert - auch das KIBOR war dabei!
#kibor
#demokratiebildung
#antisemitismuskritik
#gegenrechts

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Vortrag von Prof. Dr. Stephan Grigat: Praktizierte Antisemitismuskritik: Israel und Iran nach dem 12-Tage-Krieg

Mittwoch, 11.03.2026, 19 Uhr
Universität Freiburg, KG III, HS 3044 

ganz unten die Logos vom Freiburger Bündnis gegen Antisemitismus und von der Deutsch Israelischen Gesellschaft Freiburg

Vortrag von Prof. Dr. Stephan Grigat: Praktizierte Antisemitismuskritik: Israel und Iran nach dem 12-Tage-Krieg Mittwoch, 11.03.2026, 19 Uhr Universität Freiburg, KG III, HS 3044 ganz unten die Logos vom Freiburger Bündnis gegen Antisemitismus und von der Deutsch Israelischen Gesellschaft Freiburg

Das Massaker der Hamas in Südisrael war nur durch Unterstützung aus Teheran möglich, und die Angriffe vom 7. Oktober müssen im Rahmen der „ring of fire“-Strategie des iranischen Regimes gegenüber dem jüdischen Staat verstanden werden. Die Politik des iranischen Regimes und seiner Verbündeten sind nur zu verstehen, wenn man den antisemitischen Kern der Ideologie der iranischen Machthaber und der Terrorarmeen an den Grenzen Israels in das Zentrum der Analyse rückt.

Der Vortrag wird die Bedrohungskonstellation Israels nach dem 7. Oktober skizzieren und verdeutlichen, inwiefern die israelischen Schläge gegen das iranische Regime u sein Nuklearwaffenprogramm im Juni 2025 als praktizierte Antisemitismuskritik zu verstehen sind und die Voraussetzung...

Das Massaker der Hamas in Südisrael war nur durch Unterstützung aus Teheran möglich, und die Angriffe vom 7. Oktober müssen im Rahmen der „ring of fire“-Strategie des iranischen Regimes gegenüber dem jüdischen Staat verstanden werden. Die Politik des iranischen Regimes und seiner Verbündeten sind nur zu verstehen, wenn man den antisemitischen Kern der Ideologie der iranischen Machthaber und der Terrorarmeen an den Grenzen Israels in das Zentrum der Analyse rückt. Der Vortrag wird die Bedrohungskonstellation Israels nach dem 7. Oktober skizzieren und verdeutlichen, inwiefern die israelischen Schläge gegen das iranische Regime u sein Nuklearwaffenprogramm im Juni 2025 als praktizierte Antisemitismuskritik zu verstehen sind und die Voraussetzung...

 für eine Verbesserung der Situation im Nahen und Mittleren Osten darstellen. Zudem soll gefragt werden, inwiefern die Bündnispolitik Israels im Rahmen der Abraham Accords ein Gegengewicht zur iranischen Achse des antisemitischen Terrors schaffen kann.

Stephan Grigat ist Professor für Theorien und Kritik des Antisemitismus an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (katho) Leiter des Centrum für Antisemitismus- u Rassismusstudien [CARS] in Aachen u Köln. Er ist Autor von „Vom Antijudaismus zum Hass auf Israel: Interventionen zur Kritik des Antisemitismus“ (Barbara Budrich 2025) und gemeinsam mit Karin Stögner Herausgeber von „Projektiver Antizionismus: Antisemitismus gegen Israel vor und nach dem 7. Oktober“ (Nomos 2025).

für eine Verbesserung der Situation im Nahen und Mittleren Osten darstellen. Zudem soll gefragt werden, inwiefern die Bündnispolitik Israels im Rahmen der Abraham Accords ein Gegengewicht zur iranischen Achse des antisemitischen Terrors schaffen kann. Stephan Grigat ist Professor für Theorien und Kritik des Antisemitismus an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (katho) Leiter des Centrum für Antisemitismus- u Rassismusstudien [CARS] in Aachen u Köln. Er ist Autor von „Vom Antijudaismus zum Hass auf Israel: Interventionen zur Kritik des Antisemitismus“ (Barbara Budrich 2025) und gemeinsam mit Karin Stögner Herausgeber von „Projektiver Antizionismus: Antisemitismus gegen Israel vor und nach dem 7. Oktober“ (Nomos 2025).

Das Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien [CARS] an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (Standort Aachen) wurde 2020 gegründet. Es verbindet theoriegeleitete Forschung und Lehre mit Praxis- und Transferprojekten und arbeitet dafür mit Akteur*innen aus Wissenschaft, Sozialer Arbeit, Zivilgesellschaft sowie internationalen Partnern zu-sammen. Schwerpunkte sind u. a. kritische Theorien des Antisemitismus und Rassismus sowie moderner und israelbezogener Antisemitismus.

https://frbga.de/

Das Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien [CARS] an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (Standort Aachen) wurde 2020 gegründet. Es verbindet theoriegeleitete Forschung und Lehre mit Praxis- und Transferprojekten und arbeitet dafür mit Akteur*innen aus Wissenschaft, Sozialer Arbeit, Zivilgesellschaft sowie internationalen Partnern zu-sammen. Schwerpunkte sind u. a. kritische Theorien des Antisemitismus und Rassismus sowie moderner und israelbezogener Antisemitismus. https://frbga.de/

‪Vortrag von Prof. Dr. Stephan Grigat: Praktizierte Antisemitismuskritik: Israel und Iran nach dem 12-Tage- Krieg

Mittwoch, 11.03.2026, 19 Uhr
Universität Freiburg, KG III, HS 3044

➡️ https://frbga.de
#FrBGA Bündnis gegen #Antisemitismus #Freiburg
#DIG Deutsch […]

[Original post on todon.nl]

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 Vortrag von Prof. Dr. Stephan Grigat: Praktizierte Antisemitismuskritik: Israel und Iran nach dem 12-Tage-Krieg

Mittwoch, 11.03.2026, 19 Uhr
Universität Freiburg, KG III, HS 3044

ganz unten die Logos von DIG  und FrBGA

Vortrag von Prof. Dr. Stephan Grigat: Praktizierte Antisemitismuskritik: Israel und Iran nach dem 12-Tage-Krieg Mittwoch, 11.03.2026, 19 Uhr Universität Freiburg, KG III, HS 3044 ganz unten die Logos von DIG und FrBGA

Das Massaker der Hamas in Südisrael war nur durch Unterstützung aus Teheran möglich, und die Angriffe vom 7. Oktober müssen im Rahmen der „ring of fire“-Strategie des iranischen Regimes gegenüber dem jüdischen Staat verstanden werden. Die Politik des iranischen Regimes und seiner Verbündeten sind nur zu verstehen, wenn man den antisemitischen Kern der Ideologie der iranischen Machthaber und der Terrorarmeen an den Grenzen Israels in das Zentrum der Analyse rückt.

Der Vortrag wird die Bedrohungskonstellation Israels nach dem 7. Oktober skizzieren und verdeutlichen, inwiefern die israelischen Schläge gegen das iranische Regime u sein Nuklearwaffenprogramm im Juni 2025 als praktizierte Antisemitismuskritik zu verstehen sind u die Voraussetzung für eine Verbesserung der Situation im Nahen und Mittleren Osten darstellen.

Das Massaker der Hamas in Südisrael war nur durch Unterstützung aus Teheran möglich, und die Angriffe vom 7. Oktober müssen im Rahmen der „ring of fire“-Strategie des iranischen Regimes gegenüber dem jüdischen Staat verstanden werden. Die Politik des iranischen Regimes und seiner Verbündeten sind nur zu verstehen, wenn man den antisemitischen Kern der Ideologie der iranischen Machthaber und der Terrorarmeen an den Grenzen Israels in das Zentrum der Analyse rückt. Der Vortrag wird die Bedrohungskonstellation Israels nach dem 7. Oktober skizzieren und verdeutlichen, inwiefern die israelischen Schläge gegen das iranische Regime u sein Nuklearwaffenprogramm im Juni 2025 als praktizierte Antisemitismuskritik zu verstehen sind u die Voraussetzung für eine Verbesserung der Situation im Nahen und Mittleren Osten darstellen.

für eine Verbesserung der Situation im Nahen und Mittleren Osten darstellen. Zudem soll gefragt werden, inwiefern die Bündnispolitik Israels im Rahmen der Abraham Accords ein Gegengewicht zur iranischen Achse des antisemitischen Terrors schaffen kann.

Stephan Grigat ist Professor für Theorien und Kritik des Antisemitismus an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (katho) Leiter des Centrum für Antisemitismus- u Rassismusstudien [CARS] in Aachen u Köln. Er ist Autor von „Vom Antijudaismus zum Hass auf Israel: Interventionen zur Kritik des Antisemitismus“ (Barbara Budrich 2025) und gemeinsam mit Karin Stögner Herausgeber von „Projektiver Antizionismus: Antisemitismus gegen Israel vor und nach dem 7. Oktober“ (Nomos 2025).

für eine Verbesserung der Situation im Nahen und Mittleren Osten darstellen. Zudem soll gefragt werden, inwiefern die Bündnispolitik Israels im Rahmen der Abraham Accords ein Gegengewicht zur iranischen Achse des antisemitischen Terrors schaffen kann. Stephan Grigat ist Professor für Theorien und Kritik des Antisemitismus an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (katho) Leiter des Centrum für Antisemitismus- u Rassismusstudien [CARS] in Aachen u Köln. Er ist Autor von „Vom Antijudaismus zum Hass auf Israel: Interventionen zur Kritik des Antisemitismus“ (Barbara Budrich 2025) und gemeinsam mit Karin Stögner Herausgeber von „Projektiver Antizionismus: Antisemitismus gegen Israel vor und nach dem 7. Oktober“ (Nomos 2025).

Das Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien [CARS] an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (Standort Aachen) wurde 2020 gegründet. Es verbindet theoriegeleitete Forschung und Lehre mit Praxis- und Transferprojekten und arbeitet dafür mit Akteur*innen aus Wissenschaft, Sozialer Arbeit, Zivilgesellschaft sowie internationalen Partnern zu-sammen. Schwerpunkte sind u. a. kritische Theorien des Antisemitismus und Rassismus sowie moderner und israelbezogener Antisemitismus.

https://frbga.de/

Das Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien [CARS] an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (Standort Aachen) wurde 2020 gegründet. Es verbindet theoriegeleitete Forschung und Lehre mit Praxis- und Transferprojekten und arbeitet dafür mit Akteur*innen aus Wissenschaft, Sozialer Arbeit, Zivilgesellschaft sowie internationalen Partnern zu-sammen. Schwerpunkte sind u. a. kritische Theorien des Antisemitismus und Rassismus sowie moderner und israelbezogener Antisemitismus. https://frbga.de/

#Vortrag von Prof. Dr. Stephan #Grigat: Praktizierte #Antisemitismuskritik: #Israel und #Iran nach dem 12-Tage- #Krieg
Mittwoch, 11.03.2026, 19 Uhr
Universität #Freiburg, KG III, HS 3044

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#FrBGA Bündnis gegen #Antisemitismus Freiburg
#DIG Deutsch Israelische Gesellschaft

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Und ja: Auch wir haben keine „eigene“ Definition. Wir haben uns diese Debatte nicht ausgedacht – sie wurde uns aufgezwungen. Aber wir haben das Glück, auf vielfältige Vorarbeiten zurückgreifen zu können: auf jüdische Stimmen, Wissenschaft, politische Analysen.
Wir bedienen uns unter anderem beim 3-D-Test (4-D-Test) und der IHRA, gleichen aber auch Aussagen mit der JDA ab – nicht, weil wir sie für maßgeblich halten, sondern um zu verstehen, wie Gegenargumentationen strukturiert sind und an welchen Stellen wir uns klar abgrenzen müssen.
Die Jerusalemer Erklärung sehen wir – wie viele andere auch – eher kritisch, da sie in ihrer Ausgestaltung potenziell missverständlich ist und in bestimmten Kontexten zur Relativierung oder Entpolitisierung israelbezogenen Antisemitismus beitragen kann. Dennoch kann sie hilfreich sein, um eigene Positionen zu schärfen.

Und ja: Auch wir haben keine „eigene“ Definition. Wir haben uns diese Debatte nicht ausgedacht – sie wurde uns aufgezwungen. Aber wir haben das Glück, auf vielfältige Vorarbeiten zurückgreifen zu können: auf jüdische Stimmen, Wissenschaft, politische Analysen. Wir bedienen uns unter anderem beim 3-D-Test (4-D-Test) und der IHRA, gleichen aber auch Aussagen mit der JDA ab – nicht, weil wir sie für maßgeblich halten, sondern um zu verstehen, wie Gegenargumentationen strukturiert sind und an welchen Stellen wir uns klar abgrenzen müssen. Die Jerusalemer Erklärung sehen wir – wie viele andere auch – eher kritisch, da sie in ihrer Ausgestaltung potenziell missverständlich ist und in bestimmten Kontexten zur Relativierung oder Entpolitisierung israelbezogenen Antisemitismus beitragen kann. Dennoch kann sie hilfreich sein, um eigene Positionen zu schärfen.

Wir legen keine dieser Definitionen absolut fest – weil Antisemitismus keine statische Erscheinung ist. Er verändert sich – und mit ihm muss sich auch unsere Analyse verändern.
Früher war es Antijudaismus, später ein rassifizierender Antisemitismus, nach 1945 zeigt sich der offene Hass vor allem im Antizionismus, getarnt als „Israelkritik“.
Wer diese Kontinuitäten nicht erkennt, versteht auch die heutigen Formen nicht.
Doch wir bleiben realistisch: Hier wird nicht Austausch gesucht, sondern ein Feindbild. In solchen Kontexten geht es nicht um Argumente – der politische Diskurs wird ersetzt durch Abwertung und Zuschreibung.

Wir legen keine dieser Definitionen absolut fest – weil Antisemitismus keine statische Erscheinung ist. Er verändert sich – und mit ihm muss sich auch unsere Analyse verändern. Früher war es Antijudaismus, später ein rassifizierender Antisemitismus, nach 1945 zeigt sich der offene Hass vor allem im Antizionismus, getarnt als „Israelkritik“. Wer diese Kontinuitäten nicht erkennt, versteht auch die heutigen Formen nicht. Doch wir bleiben realistisch: Hier wird nicht Austausch gesucht, sondern ein Feindbild. In solchen Kontexten geht es nicht um Argumente – der politische Diskurs wird ersetzt durch Abwertung und Zuschreibung.

Dabei wäre er nötiger denn je. Denn wir leben in einer Zeit, in der autoritäre Bewegungen weltweit auf dem Vormarsch sind – in Deutschland, in Russland, in den USA, im Iran – und ja, auch in Israel.
Gerade deshalb brauchen wir eine reflektierte, selbstkritische, emanzipatorische Bewegung, die sich Antisemitismus in all seinen Erscheinungsformen entgegenstellt. Und zwar ohne Ausflüchte.

Dabei wäre er nötiger denn je. Denn wir leben in einer Zeit, in der autoritäre Bewegungen weltweit auf dem Vormarsch sind – in Deutschland, in Russland, in den USA, im Iran – und ja, auch in Israel. Gerade deshalb brauchen wir eine reflektierte, selbstkritische, emanzipatorische Bewegung, die sich Antisemitismus in all seinen Erscheinungsformen entgegenstellt. Und zwar ohne Ausflüchte.

(3/3) #Antisemitismuskritik #GegenJedenAntisemitismus
#NieWiederIstJetzt #IHRA #JDA #3DTest #Emanzipatorisch
#KeinPlatzFürAntisemitismus

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Als antisemitismuskritische Gruppe sehen wir uns – wie viele andere, die Antisemitismus benennen und kritisieren, unabhängig von seiner Erscheinungsform – immer wieder mit der gleichen Frage konfrontiert:
„Nach welcher Antisemitismus-Definition arbeitet ihr?“
Diese Frage wirkt auf den ersten Blick legitim. Doch in der überwältigenden Mehrheit der Fälle geht es dabei nicht um echtes Interesse an einer inhaltlichen Auseinandersetzung, sondern um Abgrenzung, Schuldabwehr oder Diskreditierung.
Kaum ist die Frage gestellt, folgt prompt der zweite Satz:
„Aber Israel...“ oder „Dann seid ihr also pro-Genozid.“

Als antisemitismuskritische Gruppe sehen wir uns – wie viele andere, die Antisemitismus benennen und kritisieren, unabhängig von seiner Erscheinungsform – immer wieder mit der gleichen Frage konfrontiert: „Nach welcher Antisemitismus-Definition arbeitet ihr?“ Diese Frage wirkt auf den ersten Blick legitim. Doch in der überwältigenden Mehrheit der Fälle geht es dabei nicht um echtes Interesse an einer inhaltlichen Auseinandersetzung, sondern um Abgrenzung, Schuldabwehr oder Diskreditierung. Kaum ist die Frage gestellt, folgt prompt der zweite Satz: „Aber Israel...“ oder „Dann seid ihr also pro-Genozid.“

Was hier betrieben wird, ist selten Diskurs – sondern zumeist der Versuch, politische Frontlinien zu ziehen. Entweder, um sich selbst vom Vorwurf des Antisemitismus reinzuwaschen oder um uns in eine bestimmte Ecke zu stellen.
In diesen Dynamiken wird auch gern auf einzelne jüdische Stimmen verwiesen, die als vermeintliche „Beweise“ dienen sollen – als Schutzschilde gegen jede Kritik.
Wir kennen diese Muster aus anderen Kontexten: Wer Rassismus kritisiert, wird misstrauisch, wenn als Rechtfertigung plötzlich „schwarze Freund*innen“ bemüht werden. Doch wenn es um Antisemitismus geht, scheint diese Sensibilität plötzlich zu verschwinden.

Was hier betrieben wird, ist selten Diskurs – sondern zumeist der Versuch, politische Frontlinien zu ziehen. Entweder, um sich selbst vom Vorwurf des Antisemitismus reinzuwaschen oder um uns in eine bestimmte Ecke zu stellen. In diesen Dynamiken wird auch gern auf einzelne jüdische Stimmen verwiesen, die als vermeintliche „Beweise“ dienen sollen – als Schutzschilde gegen jede Kritik. Wir kennen diese Muster aus anderen Kontexten: Wer Rassismus kritisiert, wird misstrauisch, wenn als Rechtfertigung plötzlich „schwarze Freund*innen“ bemüht werden. Doch wenn es um Antisemitismus geht, scheint diese Sensibilität plötzlich zu verschwinden.

Es fällt auf, dass über Antisemitismus fast ausschließlich dann diskutiert wird, wenn Israel im Fokus steht – meist im Zuge der nächsten Eskalation im Nahen Osten. Dann wird wieder gestritten: Gibt es israelbezogenen Antisemitismus überhaupt? Oder ist jede Kritik an Israel automatisch antisemitisch?
Was dabei verloren geht: ein sachlicher, historisch informierter und politisch reflektierter Umgang mit einer komplexen Form der Diskriminierung.
„Ich bin doch links – ich kann gar antisemitisch sein.“
Dieser Satz wirkt mittlerweile fast wie ein Reflex. Doch genau darin liegt das Problem: Wer sich über „die richtige Definition“ streiten will, geht meist nicht der Frage nach, was Antisemitismus ist – sondern wem man den Vorwurf machen darf.

Es fällt auf, dass über Antisemitismus fast ausschließlich dann diskutiert wird, wenn Israel im Fokus steht – meist im Zuge der nächsten Eskalation im Nahen Osten. Dann wird wieder gestritten: Gibt es israelbezogenen Antisemitismus überhaupt? Oder ist jede Kritik an Israel automatisch antisemitisch? Was dabei verloren geht: ein sachlicher, historisch informierter und politisch reflektierter Umgang mit einer komplexen Form der Diskriminierung. „Ich bin doch links – ich kann gar antisemitisch sein.“ Dieser Satz wirkt mittlerweile fast wie ein Reflex. Doch genau darin liegt das Problem: Wer sich über „die richtige Definition“ streiten will, geht meist nicht der Frage nach, was Antisemitismus ist – sondern wem man den Vorwurf machen darf.

Diese Form der Auseinandersetzung infantilisiert den Diskurs. Es geht nicht um Analyse, sondern um eindeutige Lager – Unterdrückte hier, Unterdrücker dort. Alles soll wieder einfach werden.
Doch emanzipatorische Bewegungen leben von ihrer Fähigkeit zur Selbstreflexion und zur kritischen Weiterentwicklung. Wer diese Fähigkeit aufgibt, verspielt eine ihrer größten Stärken.
Bezeichnend ist auch: Als es um die Querdenken-Proteste ging, stellte kaum jemand die Frage nach einer „Definition von Antisemitismus“. Schnell war man sich einig: Diese Bewegung ist antisemitisch – wegen ihrer Verschwörungserzählungen, ihres Feindbildes „Eliten“, ihrer Symbolik.
Dabei hätten viele kaum erklären können, warum genau das antisemitisch ist. Auch hier hätte eine vertiefte Debatte gutgetan.

Diese Form der Auseinandersetzung infantilisiert den Diskurs. Es geht nicht um Analyse, sondern um eindeutige Lager – Unterdrückte hier, Unterdrücker dort. Alles soll wieder einfach werden. Doch emanzipatorische Bewegungen leben von ihrer Fähigkeit zur Selbstreflexion und zur kritischen Weiterentwicklung. Wer diese Fähigkeit aufgibt, verspielt eine ihrer größten Stärken. Bezeichnend ist auch: Als es um die Querdenken-Proteste ging, stellte kaum jemand die Frage nach einer „Definition von Antisemitismus“. Schnell war man sich einig: Diese Bewegung ist antisemitisch – wegen ihrer Verschwörungserzählungen, ihres Feindbildes „Eliten“, ihrer Symbolik. Dabei hätten viele kaum erklären können, warum genau das antisemitisch ist. Auch hier hätte eine vertiefte Debatte gutgetan.

(2/3) #Antisemitismuskritik #GegenJedenAntisemitismus
#NieWiederIstJetzt #IHRA #JDA #3DTest #Emanzipatorisch
#KeinPlatzFürAntisemitismus

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„Nach welcher Definition arbeitet ihr eigentlich?“ – Über einen instrumentalisierten Diskurs

„Nach welcher Definition arbeitet ihr eigentlich?“ – Über einen instrumentalisierten Diskurs

Antisemitismus wird oft nur thematisiert, wenn es um Israel geht. Doch die Frage nach „der richtigen Definition“ zielt meist auf Abwehr, nicht Aufklärung. Warum wir eine klare, reflektierte Haltung brauchen – jetzt in unserer neuen Slideshow. (1/3) #Antisemitismuskritik

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Ich entschuldige den Typo: Es ist natürlich die IG #Antisemitismuskritik

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Für Museumsmenschen und historisch-politische Bildner*innen in #Wien:
2.12.2024, 16-19 Uhr

Workshop: #Antisemitismuskritik im #Museum
mit Romina Wiegemann (Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung)

Anmeldung unter:
ig.antisemitismuskritik@gmail.com

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Preview
Stiftung EVZ: In der Arbeitswelt strukturell engagiert gegen Antisemitismus Antisemitismus in der Arbeitswelt bleibt ein gesamtgesellschaftliches Problem. Die Stiftung EVZ bietet gezielte Förderprogramme und Schulungen, um zu sensibilisieren, Strukturen gegen Antisemitismus z...

Anzeige | Strukturen schaffen gegen Antisemitismus: Stiftung EVZ unterstützt Organisationen in der Auseinandersetzung

#Schule #Bildung #Lehrernews #Antisemitismus #BildunggegenAntisemitismus
#Arbeitswelt #Antisemitismuskritik #StrukturenSchaffen #blueLZ

www.lehrer-news.de/blog-posts/s...

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Offener Brief zur Absage am 18.10.2024 – Freiburger Bündnis gegen Antisemitismus

Freiburger Bündnis gegen #Antisemitismus: Offener Brief zur Absage des Vortrags „Einführung in die #Antisemitismuskritik: Das Werk Jean #Améry s“ von Tina Sanders am 18.10.2024. frbga.de/offener-brie...

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Symposium 1
Antisemitismus in der Psychotherapie - beraterische, therapeutische und politische
Interventionen
Marina Chernivsky OFEK e.V.
Prof. Barbara Traub IRGW
Prof. Dr. Ilka Quindeau Frankfurt UAS
Dr. Birsen Kahraman München
MODERATION: Laura Cazés ZWST

Symposium 1 Antisemitismus in der Psychotherapie - beraterische, therapeutische und politische Interventionen Marina Chernivsky OFEK e.V. Prof. Barbara Traub IRGW Prof. Dr. Ilka Quindeau Frankfurt UAS Dr. Birsen Kahraman München MODERATION: Laura Cazés ZWST

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Kommentar 

Elana Jacobs, IPU Berlin

Open Space Kommentar Elana Jacobs, IPU Berlin

Der Fachtag ist Teil des Projekts „SUPPORT“, welches auf Qualitätssicherung der Betroffenenberatung, Ausbau der psych. Beratung, Vernetzung jüd. Psycholog:innen und Berater:innen sowie Förderung der #Antisemitismuskritik in der therapeut. Versorgung zielt.

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VA-Reihe der IG #Antisemitismuskritik im Museumsbund Österreich
Anna Jungmayr (fipu) hat gemeinsam mit Kolleg*innen für das kommende „Wintersemester" eine abwechslungsreiche Veranstaltungsreihe organisiert, die sich an Museums- und Kulturarbeiter*innen richtet. #Antisemitismus #Museum

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