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#emanzipatorisch
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Und ja: Auch wir haben keine „eigene“ Definition. Wir haben uns diese Debatte nicht ausgedacht – sie wurde uns aufgezwungen. Aber wir haben das Glück, auf vielfältige Vorarbeiten zurückgreifen zu können: auf jüdische Stimmen, Wissenschaft, politische Analysen.
Wir bedienen uns unter anderem beim 3-D-Test (4-D-Test) und der IHRA, gleichen aber auch Aussagen mit der JDA ab – nicht, weil wir sie für maßgeblich halten, sondern um zu verstehen, wie Gegenargumentationen strukturiert sind und an welchen Stellen wir uns klar abgrenzen müssen.
Die Jerusalemer Erklärung sehen wir – wie viele andere auch – eher kritisch, da sie in ihrer Ausgestaltung potenziell missverständlich ist und in bestimmten Kontexten zur Relativierung oder Entpolitisierung israelbezogenen Antisemitismus beitragen kann. Dennoch kann sie hilfreich sein, um eigene Positionen zu schärfen.

Und ja: Auch wir haben keine „eigene“ Definition. Wir haben uns diese Debatte nicht ausgedacht – sie wurde uns aufgezwungen. Aber wir haben das Glück, auf vielfältige Vorarbeiten zurückgreifen zu können: auf jüdische Stimmen, Wissenschaft, politische Analysen. Wir bedienen uns unter anderem beim 3-D-Test (4-D-Test) und der IHRA, gleichen aber auch Aussagen mit der JDA ab – nicht, weil wir sie für maßgeblich halten, sondern um zu verstehen, wie Gegenargumentationen strukturiert sind und an welchen Stellen wir uns klar abgrenzen müssen. Die Jerusalemer Erklärung sehen wir – wie viele andere auch – eher kritisch, da sie in ihrer Ausgestaltung potenziell missverständlich ist und in bestimmten Kontexten zur Relativierung oder Entpolitisierung israelbezogenen Antisemitismus beitragen kann. Dennoch kann sie hilfreich sein, um eigene Positionen zu schärfen.

Wir legen keine dieser Definitionen absolut fest – weil Antisemitismus keine statische Erscheinung ist. Er verändert sich – und mit ihm muss sich auch unsere Analyse verändern.
Früher war es Antijudaismus, später ein rassifizierender Antisemitismus, nach 1945 zeigt sich der offene Hass vor allem im Antizionismus, getarnt als „Israelkritik“.
Wer diese Kontinuitäten nicht erkennt, versteht auch die heutigen Formen nicht.
Doch wir bleiben realistisch: Hier wird nicht Austausch gesucht, sondern ein Feindbild. In solchen Kontexten geht es nicht um Argumente – der politische Diskurs wird ersetzt durch Abwertung und Zuschreibung.

Wir legen keine dieser Definitionen absolut fest – weil Antisemitismus keine statische Erscheinung ist. Er verändert sich – und mit ihm muss sich auch unsere Analyse verändern. Früher war es Antijudaismus, später ein rassifizierender Antisemitismus, nach 1945 zeigt sich der offene Hass vor allem im Antizionismus, getarnt als „Israelkritik“. Wer diese Kontinuitäten nicht erkennt, versteht auch die heutigen Formen nicht. Doch wir bleiben realistisch: Hier wird nicht Austausch gesucht, sondern ein Feindbild. In solchen Kontexten geht es nicht um Argumente – der politische Diskurs wird ersetzt durch Abwertung und Zuschreibung.

Dabei wäre er nötiger denn je. Denn wir leben in einer Zeit, in der autoritäre Bewegungen weltweit auf dem Vormarsch sind – in Deutschland, in Russland, in den USA, im Iran – und ja, auch in Israel.
Gerade deshalb brauchen wir eine reflektierte, selbstkritische, emanzipatorische Bewegung, die sich Antisemitismus in all seinen Erscheinungsformen entgegenstellt. Und zwar ohne Ausflüchte.

Dabei wäre er nötiger denn je. Denn wir leben in einer Zeit, in der autoritäre Bewegungen weltweit auf dem Vormarsch sind – in Deutschland, in Russland, in den USA, im Iran – und ja, auch in Israel. Gerade deshalb brauchen wir eine reflektierte, selbstkritische, emanzipatorische Bewegung, die sich Antisemitismus in all seinen Erscheinungsformen entgegenstellt. Und zwar ohne Ausflüchte.

(3/3) #Antisemitismuskritik #GegenJedenAntisemitismus
#NieWiederIstJetzt #IHRA #JDA #3DTest #Emanzipatorisch
#KeinPlatzFürAntisemitismus

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Als antisemitismuskritische Gruppe sehen wir uns – wie viele andere, die Antisemitismus benennen und kritisieren, unabhängig von seiner Erscheinungsform – immer wieder mit der gleichen Frage konfrontiert:
„Nach welcher Antisemitismus-Definition arbeitet ihr?“
Diese Frage wirkt auf den ersten Blick legitim. Doch in der überwältigenden Mehrheit der Fälle geht es dabei nicht um echtes Interesse an einer inhaltlichen Auseinandersetzung, sondern um Abgrenzung, Schuldabwehr oder Diskreditierung.
Kaum ist die Frage gestellt, folgt prompt der zweite Satz:
„Aber Israel...“ oder „Dann seid ihr also pro-Genozid.“

Als antisemitismuskritische Gruppe sehen wir uns – wie viele andere, die Antisemitismus benennen und kritisieren, unabhängig von seiner Erscheinungsform – immer wieder mit der gleichen Frage konfrontiert: „Nach welcher Antisemitismus-Definition arbeitet ihr?“ Diese Frage wirkt auf den ersten Blick legitim. Doch in der überwältigenden Mehrheit der Fälle geht es dabei nicht um echtes Interesse an einer inhaltlichen Auseinandersetzung, sondern um Abgrenzung, Schuldabwehr oder Diskreditierung. Kaum ist die Frage gestellt, folgt prompt der zweite Satz: „Aber Israel...“ oder „Dann seid ihr also pro-Genozid.“

Was hier betrieben wird, ist selten Diskurs – sondern zumeist der Versuch, politische Frontlinien zu ziehen. Entweder, um sich selbst vom Vorwurf des Antisemitismus reinzuwaschen oder um uns in eine bestimmte Ecke zu stellen.
In diesen Dynamiken wird auch gern auf einzelne jüdische Stimmen verwiesen, die als vermeintliche „Beweise“ dienen sollen – als Schutzschilde gegen jede Kritik.
Wir kennen diese Muster aus anderen Kontexten: Wer Rassismus kritisiert, wird misstrauisch, wenn als Rechtfertigung plötzlich „schwarze Freund*innen“ bemüht werden. Doch wenn es um Antisemitismus geht, scheint diese Sensibilität plötzlich zu verschwinden.

Was hier betrieben wird, ist selten Diskurs – sondern zumeist der Versuch, politische Frontlinien zu ziehen. Entweder, um sich selbst vom Vorwurf des Antisemitismus reinzuwaschen oder um uns in eine bestimmte Ecke zu stellen. In diesen Dynamiken wird auch gern auf einzelne jüdische Stimmen verwiesen, die als vermeintliche „Beweise“ dienen sollen – als Schutzschilde gegen jede Kritik. Wir kennen diese Muster aus anderen Kontexten: Wer Rassismus kritisiert, wird misstrauisch, wenn als Rechtfertigung plötzlich „schwarze Freund*innen“ bemüht werden. Doch wenn es um Antisemitismus geht, scheint diese Sensibilität plötzlich zu verschwinden.

Es fällt auf, dass über Antisemitismus fast ausschließlich dann diskutiert wird, wenn Israel im Fokus steht – meist im Zuge der nächsten Eskalation im Nahen Osten. Dann wird wieder gestritten: Gibt es israelbezogenen Antisemitismus überhaupt? Oder ist jede Kritik an Israel automatisch antisemitisch?
Was dabei verloren geht: ein sachlicher, historisch informierter und politisch reflektierter Umgang mit einer komplexen Form der Diskriminierung.
„Ich bin doch links – ich kann gar antisemitisch sein.“
Dieser Satz wirkt mittlerweile fast wie ein Reflex. Doch genau darin liegt das Problem: Wer sich über „die richtige Definition“ streiten will, geht meist nicht der Frage nach, was Antisemitismus ist – sondern wem man den Vorwurf machen darf.

Es fällt auf, dass über Antisemitismus fast ausschließlich dann diskutiert wird, wenn Israel im Fokus steht – meist im Zuge der nächsten Eskalation im Nahen Osten. Dann wird wieder gestritten: Gibt es israelbezogenen Antisemitismus überhaupt? Oder ist jede Kritik an Israel automatisch antisemitisch? Was dabei verloren geht: ein sachlicher, historisch informierter und politisch reflektierter Umgang mit einer komplexen Form der Diskriminierung. „Ich bin doch links – ich kann gar antisemitisch sein.“ Dieser Satz wirkt mittlerweile fast wie ein Reflex. Doch genau darin liegt das Problem: Wer sich über „die richtige Definition“ streiten will, geht meist nicht der Frage nach, was Antisemitismus ist – sondern wem man den Vorwurf machen darf.

Diese Form der Auseinandersetzung infantilisiert den Diskurs. Es geht nicht um Analyse, sondern um eindeutige Lager – Unterdrückte hier, Unterdrücker dort. Alles soll wieder einfach werden.
Doch emanzipatorische Bewegungen leben von ihrer Fähigkeit zur Selbstreflexion und zur kritischen Weiterentwicklung. Wer diese Fähigkeit aufgibt, verspielt eine ihrer größten Stärken.
Bezeichnend ist auch: Als es um die Querdenken-Proteste ging, stellte kaum jemand die Frage nach einer „Definition von Antisemitismus“. Schnell war man sich einig: Diese Bewegung ist antisemitisch – wegen ihrer Verschwörungserzählungen, ihres Feindbildes „Eliten“, ihrer Symbolik.
Dabei hätten viele kaum erklären können, warum genau das antisemitisch ist. Auch hier hätte eine vertiefte Debatte gutgetan.

Diese Form der Auseinandersetzung infantilisiert den Diskurs. Es geht nicht um Analyse, sondern um eindeutige Lager – Unterdrückte hier, Unterdrücker dort. Alles soll wieder einfach werden. Doch emanzipatorische Bewegungen leben von ihrer Fähigkeit zur Selbstreflexion und zur kritischen Weiterentwicklung. Wer diese Fähigkeit aufgibt, verspielt eine ihrer größten Stärken. Bezeichnend ist auch: Als es um die Querdenken-Proteste ging, stellte kaum jemand die Frage nach einer „Definition von Antisemitismus“. Schnell war man sich einig: Diese Bewegung ist antisemitisch – wegen ihrer Verschwörungserzählungen, ihres Feindbildes „Eliten“, ihrer Symbolik. Dabei hätten viele kaum erklären können, warum genau das antisemitisch ist. Auch hier hätte eine vertiefte Debatte gutgetan.

(2/3) #Antisemitismuskritik #GegenJedenAntisemitismus
#NieWiederIstJetzt #IHRA #JDA #3DTest #Emanzipatorisch
#KeinPlatzFürAntisemitismus

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Unser damaliger Claim

#Progressiv, #Emanzipatorisch, #links

ist zeitlos aktuell & darum trage ich noch heute unserer #HerzAusGold Shirt gerne

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FAU Kneipe für die FAU Dresden mit Live-act: Skiffels – FAU Freiburg Die FAU Dresden hat vor Kurzem ein neues Gewerkschaftslokal eröffnet. Damit gibt es einen festen Ort für Gewerkschafts- und Stadtteilarbeit, für Beratung, Vernetzung und Bildung.

❤️🖤FAU #Freiburg Kneipe (Fr.21.06. 20:30h) für die #FAU_Dresden mit Live-act: #Skiffels u #Küfa gibts auch. Es wird rechts gewählt, wir wählen die #Solidarität! Bringt alle Eure Leute mit.
#Antifaschismus #noAfd #antifa #basisgewerkschaft #FAU #emanzipatorisch #antirassistisch #gegenantisemitismus

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