Die dem gedruckten Interview vorangestellte Einleitung: Eine Geschichte von Ausgrenzung, Arbeitszwang und Abweichung Interview mit dem Initiativkreis Riebeckstraße 63 zum gleichnamigen Erinnerungsort und der prekären Situation historischer Bildungsarbeit in Sachsen Sarah Frenking Mit Ella Falldorf und Daniel Schuch treffe ich mich am historischen Ort der Leipziger Arbeitsanstalt, der Riebeckstraße 63.1 Hier gibt es seit 2019 eine Initiative, die sich für einen Erinnerungsort einsetzt und sich mit der Geschichte von Ausgrenzung, Arbeitszwang und Abweichung beschäftigt. Die Kunsthistorikerin und der Historiker sind Mitglieder des Riebeckstraße 63 e.V. und waren Teil der Kurator*innengruppe der neuen Werkstattausstellung, die im Februar 2025 im ehemaligen Pförtnerhaus der Arbeitsanstalt eröffnet wurde. Wir gehen zusammen über das Gelände. Zur Straße hin gibt es noch immer eine hohe Backsteinmauer. An der Fassade des Pförtnerhauses hängen große Tafeln zur Geschichte der Arbeitsanstalt. Einige der historischen Gebäude existieren nicht mehr. Ella Falldorf weist darauf hin, dass in einem Haus nun eine Geflüchtetenunterkunft untergebracht ist, in einem anderen eine Kita sowie der Träger Städtischer Eigenbetrieb Behindertenhilfe (SEB). Daniel Schuch erklärt, dass zwischen den symmetrisch angelegten Gebäuden früher eine von allen Seiten gut einsehbare große Uhr angebracht war: Arbeitsdisziplin heißt eben auch, die Zeit einzuhalten.
NEU: #WerkstattGeschichte 93 »grenzen internalisieren«!
🧵 10/
#Interview: @sa_fren hat mit Ella Falldorf & Daniel Schuch gesprochen, die sich im Initiativkreis #Riebeckstraße 63 e.V. für den gleichnamigen #Erinnerungsort in #Leipzig engagieren:
➡️ […]
[Original post on openbiblio.social]