Grönländische Seetang-Bestände, wie der hier gezeigte Blasentang, der auch an deutschen Meeresküsten zu Hause ist, können einen großen Beitrag zu dauerhafter Kohlenstoffspeicherung leisten und so beim Klimaschutz helfen. Foto: Daniel Carlson
Obwohl die Wissenschaft schon lange nachgewiesen hat, dass Seetang hochproduktiv ist, war es bisher schwierig, seinen Beitrag zur Kohlenstoffbindung zu quantifizieren. Im Gegensatz zu Seegras, Mangroven und Salzwiesen, wo Kohlenstoff direkt am Wuchsort im Boden oder in den Pflanzen selbst gespeichert wird, wächst Tang an felsigen Küsten, wie an dem hier gezeigten Beispiel an der Küste von Grönland. Dort ist keine dauerhafte Ablagerung organischen Materials möglich. Foto: Daniel Carlson
Mithilfe von 305 mit GPS-Trackern ausgestatteten Oberflächen-Drivern, Auswertungen von Satellitenbildern und hochauflösenden Meeresströmungsmodellen widerlegten die an der aktuellen Studie beteiligten Forschenden bisherige Annahmen über die Verweildauer von treibenden Seetang in Westgrönländischen Küstengewässern. Während frühere Schätzungen von 91 bis 180 Tagen ausgingen, belegen die neuen Daten, dass eine superschnelle „Express“-Strömung die schwimmenden Tangteppiche - wie der hier im Bild gezeigte - in durchschnittlich nur 12,1 Tagen aufs offene Meer hinausträgt. Spezielle Turbulenzeffekte in der Labradorsee sorgen dafür, dass die Tangmatten einem starken Tiefensog ausgesetzt sind, der sie an den Meeresgrund befördert und den enthaltenen Kohlenstoff mit ihnen. Foto: D. Carlson.
IOW-Forscher Daniel Carlson, hier vor der grönländischen Küste, leitete das internationale Forschungsteam, das den „Ozean-Express“ für Seetang von der Felsküste in die Tiefsee entdeckte. Foto: Johnna Holding
#Grönland - #Seetang leistet einen größeren Beitrag zur #Kohlenstoffspeicherung als gedacht. Das ist das Ergebnis einer von @ostseeforschung.bsky.social & Helmholtz-Zentrum #Hereon geleiteten Studie, die einen schnellen Strömungstransport des Tangs in die #Tiefsee nachwies: tinyurl.com/2jw5pphw