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#spanischeküche
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Das Missvergnügen beginnt mit einer Paella, die so trocken ist wie die aragonesische Halbwüste Monegros, setzt sich mit Gambas al ajillo fort, die wie Bauschaum mit Knoblauch schmecken, wird auch von der steinharten Empanada gallega nicht gemildert, die höchstens zum Briefbeschwerer taugt, und mündet in Lokalen mit mediokrem Essen und schillernden Namen wie "Viva España!", "Don Juan" oder "Tapas Locas" immer wieder in derselben rätselhaften Erkenntnis: Es gibt so viele gute, mitunter sogar exzellente italienische und französische, chinesische und vietnamesische, japanische und thailändische Restaurants in Deutschland. Ein "guter Spanier" hingegen ist eine Rarität, wobei natürlich Ausnahmen die Regel bestätigen. Was machen die Spanier bloß falsch - fragt einer, der sich nicht scheut, zum Mutterlandsverräter zu werden.

An ihrer kulinarischen Kultur kann es nicht liegen. Sie ruht seit Jahrhunderten auf einem festen Fundament aus besten Viktualien und großartigem Handwerk, basiert auf einer ebenso stolzen wie traditionsbewussten Bauern- und Fischerküche und spiegelt die ganze Vielfalt der Halbinsel mit einem wahren kulinarischen Füllhorn wider. Jeder Landesteil steuert seine ikonischen Gerichte zur großen Schlemmertafel bei, Valencia die Paella, Katalonien die Calçots, Galicien den Pulpo, Andalusien das Gazpacho, das Baskenland die Pinchos, Mallorca das Escabeche-Kaninchen. Überall auf der Halbinsel blüht zudem die Tradition der Tapas, der kleinen Happen, die ursprünglich nur das Glas am Tresen bedecken sollten, um es vor Kleingetier zu schützen. Längst gibt es auch eine fabelhafte Bandbreite an Gourmet-Tapas, die keine Imbisse mehr, sondern kulinarische Kleinkunstwerke sind. Und in viel beachteten Wettbewerben wird vor den Augen der Nation Jahr für Jahr die beste Tapa des Landes gekürt. Wer hier gewinnt, ist ein gemachter Mann oder eine gemachte Frau.

An einer Geringschätzung des Essens in Spanien kann es also auch nicht liegen, im Gegenteil. Die Spanier lieben ihre …

Das Missvergnügen beginnt mit einer Paella, die so trocken ist wie die aragonesische Halbwüste Monegros, setzt sich mit Gambas al ajillo fort, die wie Bauschaum mit Knoblauch schmecken, wird auch von der steinharten Empanada gallega nicht gemildert, die höchstens zum Briefbeschwerer taugt, und mündet in Lokalen mit mediokrem Essen und schillernden Namen wie "Viva España!", "Don Juan" oder "Tapas Locas" immer wieder in derselben rätselhaften Erkenntnis: Es gibt so viele gute, mitunter sogar exzellente italienische und französische, chinesische und vietnamesische, japanische und thailändische Restaurants in Deutschland. Ein "guter Spanier" hingegen ist eine Rarität, wobei natürlich Ausnahmen die Regel bestätigen. Was machen die Spanier bloß falsch - fragt einer, der sich nicht scheut, zum Mutterlandsverräter zu werden. An ihrer kulinarischen Kultur kann es nicht liegen. Sie ruht seit Jahrhunderten auf einem festen Fundament aus besten Viktualien und großartigem Handwerk, basiert auf einer ebenso stolzen wie traditionsbewussten Bauern- und Fischerküche und spiegelt die ganze Vielfalt der Halbinsel mit einem wahren kulinarischen Füllhorn wider. Jeder Landesteil steuert seine ikonischen Gerichte zur großen Schlemmertafel bei, Valencia die Paella, Katalonien die Calçots, Galicien den Pulpo, Andalusien das Gazpacho, das Baskenland die Pinchos, Mallorca das Escabeche-Kaninchen. Überall auf der Halbinsel blüht zudem die Tradition der Tapas, der kleinen Happen, die ursprünglich nur das Glas am Tresen bedecken sollten, um es vor Kleingetier zu schützen. Längst gibt es auch eine fabelhafte Bandbreite an Gourmet-Tapas, die keine Imbisse mehr, sondern kulinarische Kleinkunstwerke sind. Und in viel beachteten Wettbewerben wird vor den Augen der Nation Jahr für Jahr die beste Tapa des Landes gekürt. Wer hier gewinnt, ist ein gemachter Mann oder eine gemachte Frau. An einer Geringschätzung des Essens in Spanien kann es also auch nicht liegen, im Gegenteil. Die Spanier lieben ihre …

Wenn die Tapas Trauer tragen

Einen "guten Italiener" kennt jeder in Deutschland, einen "guten Spanier" fast niemand - obwohl die #spanischeKüche exzellent ist und ihre Spitzenköche weltweit führend sind. Auf den Spuren eines Rätsels.

www.faz.net/aktuell/feui...

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Zu Gast auf Ibiza: Sehnsuchtsorte von Sherin Kneifl - Rezension Sherin Kneifl, Zu Gast auf Ibiza, Sehnsuchtsorte, Sachbuch, Reiseführer, Kochbuch, Reiseliteratur, Rezepte, Kulinarisches, Ibiza, Formentera, Balearen

Rezension
Zu Gast auf Ibiza von Sherin Kneifl

«Zu Gast auf Ibiza», die Insel von der kulturellen, kulinarischen Seite. ⬇️

Weiter zur Rezension: literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/zu-gast-au...

#lesetipp #rezepte #zugastaufibiza @sherinkneifl #reiseliteratur @callweyverlag #spanischeküche

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Authentisches Cloxina-Rezept aus Valencia: Einfach und aromatisch Genießen Sie Valencia mit unserem einfachen Cloxina-Rezept. Dämpfen Sie Muscheln mit Knoblauch und Zitrone für eine aromatische Delikatesse.

Authentisches Cloxina-Rezept aus Valencia: Einfach und aromatisch

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#ValenciaCloxina #SpanischeKüche #EinfacheMeeresfrüchteRezepte

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