Wir hängen gerade glaube ich beide vor allem am Allegorie-Konzept, aber das Trauerspielbuch hat ja sonst noch viel zu bieten (die anti-Schmittianische Politische Theorie z.B.). Weitere # sind #Trauerspielbuch, #Allegorie und #Benjamin.
Wer sich fragt, wie denn Franz Rosenzweig hier reingehört: In Benjamins #Barocktheorie, dem #Trauerspielbuch, ist Der Stern der Erlösung sowas wie der Leitstern für WBs Verständnis, dass zu versuchen, die Welt zu verstehen, immer Theologie treiben ist. Auch als Gegenpol zum dtschen. Idealismus.
Der Kabbala-Kram hängt super eng mit der Allegorie zusammen. Irgendwo im #Trauerspielbuch spricht WB über Unterschiede & Gemeinsamkeiten von Allegorie & kabbalistischem Wort/Textverständnis, auch weil‘s im 17. Jhdt. bis Anfang 18. Jhdt. auch tatsächlich gegenseitige Rezeption gab. Mein vages
#Benjamin s Konzeption der Dialektik von Natur und Geschichte in der #Allegorie und seine Analyse des (dt) Trauerspiels als Geschichte im Schauplatz (des Hofes) „panoramatisch“ stillstellend während das span. eben diese Dialektik generell, aber auch im Hof selbst (Ehre als Menschennatur) […]
- was man da rausziehen könnte, wenn man das mal an die Politikwissenschaft und Politische Geschichte anlegt #Trauerspielbuch
„Asja Lacis erinnerte sich später, Benjamin herausgefordert zu haben, er solle die Frage der Klasseninteressen in seiner Trauerspiel-Studie aufnehmen.“
Ok das wär wirklich nicht die beste Idee gewesen #Barocktheorie #Trauerspielbuch
Beim Lesen der #Benjamin -Biographie wird mir erst richtig klar, wie verwurzelt er im romantischen Denken war und was für eine starke Abkehr und Kritik das #Trauerspielbuch ist.
Photograph of a note by Walter Benjamin, in rather scrawly but legible writing: "I would like to tell the fairy tale of Dorröschen for the second time. She sleeps in her dome hedge. And then, after so and so many years, she wakes up. But not from the kiss of a happy prince. The cook woke her up when he slapped the scullion's ear, which echoed through the castle, resounding with the accumulated strength of so many years. A beautiful child sleeps behind the thorny hedge of the following pages. That no prince of fortune in the dazzling armour of science may come near him. For in the bridal kiss it will bite. Rather, the author has reserved the right to awaken it for himself as a chef. The slap in the face that is to resound through the halls of science is already too long overdue. Then even this poor truth will awaken, which pricked itself on the old-fashioned distaff when it thought, forbiddenly, to weave a professorial tale in the junk room. Frankfurt a/M July 1925 (Preface to the tragedy book)" The catalogue identifies the source as follows: "Walter Benjamin: Ungedruckte Vorrede zum Ursprung des deutschen Trauerspiels. July 1925 Manuscript, I sheet (2)"
Amazing #allegory, in which Benjamin, as a labourer in the bowels of the castle, wants to give science in its ivory tower such a beating that it wakes up from its „sleeping beauty“ slumber, also sheds a different light on the failure of Habil and the form of the #Trauerspielbuch.
Photographie einer Notiz von Walter Benjamin, in recht krakeliger, aber lesbarer Schrift steht: „Ich möchte das Märchen von Dorröschen zum zweiten Male erzählen. Es schläft in seiner Domenhecke. Und dann, nach so und so viel Jahren wird es wach. Aber nicht vom Kuss eines glücklichen Prinzen. Der Koch hat es aufgeweckt, als er dem Küchenjungen die Ohrfeige gab, die, schallend von der aufgesparten Kraft so vieler Jahre, durch das Schloß hallte. Ein schönes Kind schläft hinter der dornigen Hecke der folgenden Seiten. Daß nur kein Glücksprinz im blendenden Rüstzeug der Wissenschaft ihm nahe kommt. Denn im bräutlichen Kuß wird es zubeißen. Vielmehr hat sich der Autor, es zu wecken, als Küchenmeister selber vorbehalten. Zu lange ist schon die Ohrfeige fällig, die schallend durch die Hallen der Wissenschaft gellen soll. Dann wird auch diese arme Wahrheit erwachen, die am altmodischen Spinnrocken sich gestochen hat, als sie, verbotnerweise, in der Rumpelkammer einen Professorentalar sich zu weben gedachte. Frankfurt a/M Juli 1925 (Vorrede zum Trauerspielbuch)“ Der Katalog weist die Quelle folgendermaßen aus: „Walter Benjamin: Ungedruckte Vorrede zum Ursprung des deutschen Trauerspiels. Juli 1925 Manuskript, I Bl. (2)“
Dieses Bild, in dem Benjamin als Arbeiter in den Eingeweiden des Schlosses der Wissenschaft in ihrem Elfenbeinturm eine dermaßene Schelle verpassen will, dass sie aus ihrem Dornröschenschlaf aufwacht, lässt das Scheitern der Habil und die Form des #Trauerspielbuch auch in anderem Licht erscheinen.
Photographie einer Notiz von Walter Benjamin, in recht säuberlicher Schrift steht: „Ich möchte das Märchen von Dorröschen zum zweiten Male erzählen. Es schläft in seiner Domenhecke. Und dann, nach so und so viel Jahren wird es wach. Aber nicht vom Kuss eines glücklichen Prinzen. Der Koch hat es aufgeweckt, als er dem Küchenjungen die Ohrfeige gab, die, schallend von der aufgesparten Kraft so vieler Jahre, durch das Schloß hallte. Ein schönes Kind schläft hinter der dornigen Hecke der folgenden Seiten. Daß nur kein Glücksprinz im blendenden Rüstzeug der Wissenschaft ihm nahe kommt. Denn im bräutlichen Kuß wird es zubeißen. Vielmehr hat sich der Autor, es zu wecken, als Küchenmeister selber vorbehalten. Zu lange ist schon die Ohrfeige fällig, die schallend durch die Hallen der Wissenschaft gellen soll. Dann wird auch diese arme Wahrheit erwachen, die am altmodischen Spinnrocken sich gestochen hat, als sie, verbotnerweise, in der Rumpelkammer einen Professorentalar sich zu weben gedachte. Frankfurt a/M Juli 1925 (Vorrede zum Trauerspielbuch)“ Der Katalog weist die Quelle folgendermaßen aus: „Walter Benjamin: Ungedruckte Vorrede zum Ursprung des deutschen Trauerspiels. Juli 1925 Manuskript, I Bl. (2)“
This piece by @mckenziewark.bsky.social was written almost 15 years ago and holds up really really well. (And a subterranean dialogue with #Benjamin s #Trauerspielbuch #Barocktheorie)
publicseminar.org/2014/04/birt...
@tinido.bsky.social und ich lesen Walter #Benjamin s #Trauerspielbuch und #Deleuze s Buch über #Leibniz, #DieFalte, und machen uns ein paar Gedanken über die Relevanz barocken Denkens und Ästhetik für eine Analyse der #Moderne.
„Spatialized Teleology“ - die Geschichte wird Schauplatz, „Raumbild“ #Barocktheorie #Trauerspielbuch
Foto des Anfangs des Texts von Bettine Menke zu Benjamins "Ursprung des deutschen Trauerspiels " .
Das war tatsächlich ganz schön enttäuschend.
#Barocktheorie #Trauerspielbuch #Benjamin
Ich liiiiiiiiiieeeeebe das #Trauerspielbuch, auch wenn ich es - trotz mehrmaliger Lektüre - nur bruchstückhaft verstanden habe.
„Im Geiste der Allegorie ist (das deutsche Trauerspiel) als Trümmer, als Bruchstück konzipiert von Anfang an. Wenn andere herrlich wie am ersten Tag erstrahlen, hält diese Form das Bild des Schönen an dem letzten Fest.“
Das ist der Schluss des #trauerspielbuch s. I did it ✊🏻
„Aber es vermag aller emblematischen Verkleidung spottend in triumphierender Lebendigkeit und Blöße aus dem Erdschoß die unverstellte Teufelsfratze vor dem Blick des Allegorikers sich zu erheben.“ – geht nochmal ordentlich rund auf den letzten Metern #Trauerspielbuch
"Nicht um der Unsterblichkeit willen, um der Leiche willen gehn sie zu Grunde." #Trauerspielbuch auch einfach voller Banger-Sätze.
"(...) — und das wird im Verlauf dieser Studie als höchst bedeutungsvoll erscheinen — (..)" Ähm... Dr. B., wir sind auf S. 146, nur noch knapp 70 Seiten vor uns. #Trauerspielbuch
Kopf von S. 138 des Trauerspielbuchs. Dort steht: Allegorie und Trauerspiel Wer diese gebrechliche Hüten/ wo das Elend alle Ecken zieret/ mit einem vernünftigen Wortschlusse wolte be-gläntzen/ der würde keinen unförmlichen Ausspruch machen noch das Zielmaß der gegründeten Wahrheit überschreiten/ wann er die Welt nennte einen allgemeinen Kauffladen/ eine Zollbude des Todes/ wo der Mensch die gangbahre Wahre/ der Tod der wunderbahre Handels-Mann/ Gott der gewisseste Buchhalter/ das Grab aber das versiegelte Gewand und Kauff-Hauß ist. Christoph Männling: Schaubühne des Todes/ oder Leich-Reden
So, nun betreten wir das Innerste Geheimnis des #Trauerspielbuch es, das ich als für mich komplett unzugänglich in Erinnerung habe, aber bin zuversichtlich, dass ich die Zollbude des Todes diesmal erfolgreich passiere. (Keine akad. Quali im Nacken zu arbeiten verbessert Leseverständnis ENORM.)
„Denn alle Weisheit des Melancholikers ist der Tiefe hörig; sie ist gewonnen aus der Versenkung ins Leben der kreatürlichen Dinge und von dem Laut der Offenbarung dringt nichts zu ihr.“ #Trauerspielbuch stw S. 132
(Manchmal gibt er ordentlich okkultistischen Gummi, der Dr. B)
"Denn über das Menschenleben, ist es einmal in den Verband des Kreatürlichen gesunken, gewinnt auch das der scheinbar toten Dinge Macht." #Trauerspielbuch aber erstaunlicherweise nicht über Kapitalismus & Warenfetisch. (Wobei ich denke, dass Benjamin natürlich doch auch darüber spricht.)
Endlich. Enter Shakespeare. #Trauerspielbuch
Ich weiß nicht, ob die Zwischenüberschriften in der #Trauerspielbuch stw Ausgabe von den Hrsgs o. Benjamin sind, aber „Haupt- und Staatsaktion, Puppenspiel“ schon sehr toll & die 2 Seiten dazu ersetzen quasi Luhmann Gesammelte Werke.
Wenn man dran bleibt & sich mal reingegraben hat, liest sich das #Trauerspielbuch über weite Phasen recht flüssig. Und dann kommen wieder drei Sätze, wo man denkt: Was hast du gegen Relativpronomen, Walter?!?! Was?!?!
Habe sekundenlang auf dieses Wort gestarrt, bis ich begriffen habe, was da steht;
Gobelinsüjet
#Trauerspielbuch