Besonders unglaublich ist die Praxis, Frauen zwangsweise zu sterilisieren nach widerfahrener #sexualisierteGewalt, damit diese nicht schwanger werden. Was für ein bösartiges #VictimBlaming!
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Posts by Andreas Hechler
Erhebungen gibt es seit 2017 nicht mehr. Und selbst wenn behinderte Menschen ein Kind bekommen, steht sofort das Jugendamt Beifuß um das Neugeborene zu kidnappen.
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Trotz des 1992 beschlossenen Verbots von Zwangssterilisationen bei Minderjährigen & b. Erwachsenen unter Auflagen sind informierte, freiwillige Entscheidungen behinderter Menschen d. Ausnahme.
Mal entscheiden d. Eltern, mal d. Ärzt*innenschaft; dazu kommen etliche illegale Zwangssterilisationen.
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Reproduktive Rechte und #Selbstbestimmung haben für behinderte Menschen noch nie gegolten und die TäterInnen erfreuen sich wie eh und je umfassender Straffreiheit.
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#Zwangssterilisation en behinderter Menschen, insb. an #Mädchen & #Frauen, stehen in einer ungebrochen eugenischen Kontinuität, die bis heute in Dt. anhält.
archive.is/2026.03.24-0...
#Behinderung #Ableismus #Eugenik
@christinaberndt.bsky.social @andererseits.org @olivertolmein.bsky.social
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Gn
LU
Du hast recht!
Ich kann es leider nicht mehr editieren. 😔
Eine bessere Bildbeschreibung: SW-Porträt v. Emilie Rau, ca. 1910. Sie hat hochgestecktes Haar und blickt leicht lächelnd in die Kamera. Sie trägt ein gemustertes Kleid über einer hellen Spitzenbluse mit kleinem Schmuckstück am Kragen.
Looksmaxxer kommen ursprünglich aus d. #Manosphere & insbesondere #Incel-Communities & pflegen eine sehr eigene Sprache. Diese diffundiert zunehmend in d. Mainstream.
#Männlichkeit #ExtremeRechte @spiegel.de
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Tolle Analyse & wunderbar geschrieben v. @anjaruetzel.bsky.social
"Sie zertrümmern ihr Gesicht und inspirieren die US-Regierung"
Große Leseempfehlung!
archive.ph/QTwJh#select...
"Incel- und Looksmaxxing-Sprache passt zu einer Politik, die Grausamkeit als kecken Realismus verkauft."
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Die Realität vieler Frauen unter spätkapitalistischen Bedingungen sieht also anders aus, als es moderne Emanzipationsideale nahelegen. Der Druck der individuellen Erfolgsansprüche lässt sie oft erschöpft zurück – ihre Lebensbedingungen geben ein freies und selbstbestimmtes Leben einfach nicht her. Aus dieser Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit erwächst nicht selten eine Art Emanzipationsverdrossenheit. Und genau hier setzen rechte Programme erfolgreich an. Sie greifen weibliche Erfahrungen von Überlastung, Kränkung und Scheitern auf und bieten entlastende Deutungen. Die Überforderung kann in Hass auf andere ausgelagert werden: auf Migrant:innen, Geflüchtete, trans Menschen oder Feminist:innen. Rechte Angebote ermöglichen es so, die Erfahrung des Scheiterns durch Gefühle von vermeintlicher Überlegenheit und Stärke zu kompensieren.
Wieder mal ein extrem lesenswerter Artikel v. @fschutzbach.bsky.social
"Warum wählen Frauen rechts?"
Tolle Analysen, fast jeden Satz will ich exzerpieren. 😜
Fazit: "Geschlechterfragen, Care u. d. Krise der sozialen Reproduktion ins Zentrum [der] Politik stellen."
direkt-magazin.ch/meinung/glst...
oder auch immer wilder werdenden 'Lebensschützern', die mit Hitlerzitaten ("'Gnadentod?' Nie wieder!") durch Berlins Innenstadt marodieren und jegliche Abtreibung als 'Euthanasie' bezeichnen.
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Nicht zuletzt finden sich die Kontinuitäten in eugenischen Ideologien, besonders prominent im #Transhumanismus.
Die Folgen sind nicht zuletzt ableistischer Terror wie in Potsdam 2021, der Lebenshilfe Mönchengladbach 2024, der Beschädigungen von Denkmälern und Stolpersteinen
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Selbstzeugnis d. Bundesregierung 2023 bzgl. d. Umsetzung d. Koalitionsversprechen: „Aus erinnerungskultureller Sicht ist d. Anerkennung dieser Opfergruppen [NS-'Euthanasie'] umfänglich erreicht worden“ Es handelt sich hierbei um 1 manische Projektion & eine ganz eigene Form v. #Gedächtnistheater
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Verschiedene Verfolgtengruppen wurden stets gegeneinander ausgespielt, es wurde auf die biologische Lösung gesetzt und es gab eine Kaskade von Abwehr.
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#Aufarbeitung made in Germany - eine einzige, fortgesetzte Aggression gegen die Opfer, Überlebenden und ihre Familien. Es ging großen Teilen der deutschen Gesellschaft nie um die Verfolgten, sondern stets in nationaler Selbstbespiegelung um ihr positives Selbstbild.
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Es schmerzt mich, dass Linke kaum Ahnung von all dem haben und der Kampf gegen Ableismus bei den meisten unter ferner liefen läuft. Das Wissen zur NS-'Euthanasie' ist in der deutschen Bevölkerung, freundlich formuliert, gering; auch bei Menschen, die viel Ahnung vom #Nationalsozialismus haben.
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D. sog. Sterbehilfedebatte ist erstaunlich losgelöst von dt. Geschichte & weist doch so offensichtliche Parallelen auf, nicht zuletzt im Phantasma d. 'Erlösung von Leiden'.
D. Lebenswert v. Menschen wird auch in Debatten um Triage, Organtransplantation, Pränataldiagnostik und PID mitverhandelt.
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Die Grundlagen der #Hirnforschung sind ohne die Nazis undenkbar. Es gab unbegrenzt Menschenmaterial und davon haben MedizinerInnen Gebrauch gemacht. Darunter auch mit Gehirnen von Menschen, d. in d. NS-'Euthanasie' ermordet wurden.
Umfassende Aufarbeitung dieser Geschichte? 👎
Konsequenzen? LOL
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Das 'Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses' wurde 1974 außer Kraft gesetzt (d.h. es kann jederzeit wieder in Kraft gesetzt werden), 2007 geächtet (juristisch bedeutungslos) und ist bis heute nicht für nichtig erklärt worden. Es west im deutschen Recht fort, wie so viele andere Nazigesetze.
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Es gibt bis heute uneingewilligte Sterilisationen an behinderten und an intergeschlechtlichen Menschen.
Die entsprechenden Gesetze, die das verhindern sollen, weisen Schlupflöcher auf.
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Ehemalige Tötungsorte werden entweder dem Verfall preisgegeben und es gibt vielerorts Schändungen und Vandalismus.
Oder sie werden als 'Event Locations' und 'Entwicklungsstandorte' wie geschnitten Brot verscherbelt oder in hochpreisigen Wohnraum umgewandelt (wer wohnt IN solchen Orten?!).
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Auch posthum finden die Ermordeten keine Ruhe. Ihre Gräber wurden und werden zerstört, und häufig sind sie unmarkiert.
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Das ist in einer Gesellschaft, in der Lernen zum NS maßgeblich über Oral History stattfindet, ein unüberwindbares Problem.
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Die #Überlebenden der NS-'Euthanasie' konnten sich, m. wenigen Ausnahmen, nicht zu Subjekten ihrer eigenen Geschichte machen.
Die postnationalsozialistische Gesellschaft hat ihnen einen Subjektstatus verweigert; viele sind in Einrichtungen gestorben & wir werden nie etwas über ihr Leben erfahren.
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In ihrem Kleinkrieg gegen die Opfer verhinderten sie in trauter Eintracht mit dem deutschen Staat und der deutschen Bevölkerung Entschädigungs- und Wiedergutmachungszahlungen.
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Die allermeisten TäterInnen wurden nie bestraft, blieben in Rang und Würden und verhinderten aktiv die Auseinandersetzung mit den Medizinverbrechen. Inhaltlich publizierten sie als 'Experten' und 'Gutachter' oft ungebrochen dieselben Positionen wie im NS.
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Hadamar ist, wie fast alle anderen ehemaligen Tötungszentren, bis heute eine #Psychiatrie.
Es sind makabre Orte. Links zur Ergo, geradeaus zur Physio, rechts zur damaligen Gaskammer. Ich weiß nicht, wie man an einem solchen Ort als Patient*in gesund werden soll.
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Portrait von Emilie Rau
Heute vor 85 Jahren wurde meine Urgroßmutter Emilie Rau von den #Nazis in #Hadamar in einer Gaskammer im Rahmen der #AktionT4 ermordet.
#Unforgotten #NSEuthanasie #EmilieRau
Ich nehme dies zum Anlass, um auf einige Kontinuitäten des deutschen #Ableismus hinzuweisen.
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"And any technology we come up with is automatically plugged into the social machinery of THIS world and THIS reality. The two evolve together and feed into each other, mirroring all that’s good and all that’s ugly."
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