Eine Würdigung des Gesamtwerks: «Literarische Texte, in denen diese vom Schicksal gebeutelte Frau sich in einzigartige Literatur verwandelt – gerade weil Duvanel war, wie sie war.» Beat Mazenauer, Litteraturkritik.de #AdelheidDuvanel #Fempire #Literatur
literaturkritik.de/public/rezen...
Die drei Buchcovers zur Werkausgabe Duvanel: Fern von hier; Nah bei Dir, Es gibt Tage. Jeweils mit einem Porträt der Autorin
Werkausgabe Duvanel auf Ö1 Ex Libris (ab Minute 41):
oe1.orf.at/programm/202...
#AdelheidDuvanel #Literatur
«Die traurige Frau Duvanel ist bedenkenlos zwischen Bachmann und Aichinger einzureihen.» Julia Hubernagel, taz Jahresrückblick Literatur
shop.buchhandlung-boettger.de/shop/item/97...
#AdelheidDuvanel #EsgibtTage
[abonnement] « L’inadaptation, la marginalité, la maladie mentale apparaissent comme des motifs lancinants dans les textes qu’elle publie, à partir des années 1960, sous le pseudonyme de Judith Januar. » www.lemonde.fr/livres/artic...
#adelheidduvanel
"Eines Abends im März, als ich mich in meinem Atelier aufhielt, das der Ölofen nie richtig erwärmen konnte, legte ich eine Hand an die Scheibe des Fensters, um den Puls des sterbenden Tages zu fühlen."
aus "Aus dem Leben einer Buckligen" von #adelheidduvanel
"Sie trennen sich und jeder wandert den Weg, von dem er glaubt, er sei der richtige."
aus "Das Ziel" von #adelheidduvanel
Ich äusserte mich während der Fahrt ganz unverfroren, indem ich stöhnte oder 'mhm' sagte oder 'nönönö', was niemand wichtig nahm. Ich verfolgte in Gedanken Spuren, bezog Stellung und überblickte von gewissen Punkten aus das Ganze.
aus "Ein unbegreifliches Stück" von #adelheidduvanel
"Eine blaue Kerze stand auf dem breiten Sims vor dem weissen, durchsichtigen Vorhang, der seine Fortsetzung in einem Bild fand, auf dem ein weisser, durchsichtiger Vorhang dargestellt war – mit einer blauen Kerze davor."
aus "Die Ohren" von #adelheidduvanel
"Die Nacht fährt langsam davon wie ein Lift, und der Morgen ist ein leerer Liftschacht."
aus "Frau Leisegangs Besitz" von #adelheidduvanel
"Während ich mich damals Menschen gegenüber ängstlich verhielt, führte ich, was das öffentliche Verkehrswesen und das Wetter betraf, selbstsicher und erfolgreich Regie."
aus "Innen und Aussen" von #adelheidduvanel
I just listened to this radio program and it was amazing - another new to me woman writer and painter: #AdelheidDuvanel
"Jan begleitet die Mutter jeden Tag ins Warenhaus; dort sind alle Räume mit gelbem Licht gefüllt und es warten Gegenstände darauf, hinaus ins Dunkel mitgenommen zu werden."
aus "Jan" von #adelheidduvanel
"Es war nicht nur eine grosse, geistige Müdigkeit, die es ihm unmöglich machte, ein Buch zu lesen; es war auch das Zurückschrecken vor einer fremden Welt."
aus "In einem Schächtelchen" von #adelheidduvanel
"Meine Schwester verliess den Vater früher als ich, aber als ich dann aus der Kälte meines Elternhauses fortging in die Kälte der Welt, war ich noch nicht flügge. Ich verrannte mich, blieb hängen, wurde zum Spielball und fiel tief; ja, ich heiratete beinah."
aus "Der Dichter" von #adelheidduvanel
Ich kann die fremde Zunge nicht vergessen, an der ich selbstvergessen gelutscht habe. Ich möchte eine Taucherausrüstung kaufen, mit der Harpune eine Krake schiessen und sie an einem Felsen weichschlagen.
aus "Unmoralische Geschichte" von #adelheidduvanel
Judiths Mutter, eine Bildhauerin, schlug die Steinbrocken andauernd und voller Wut, bis die darin gefangenen Figuren sich zeigten, von ihr in Schach gehalten.
aus "Die Sintflut" von #adelheidduvanel
„Es fällt mir auch ein, wie sie zweimal am Tag zum Briefkasten eilte, als erwarte sie dort in Form eines Briefes die Erlösung; wenn sie mit Zeitungen, Rechnungen und Drucksachen in der Hand zurückkam, schien mir ihr Blick erloschen.“
aus „Aus dem Leben einer Buckligen“
von #adelheidduvanel
Über Nina:
"Die Einsamkeit wehte aus ihr wie ein kalter Wind und schob alle Gegenstände von ihr fort: die graugrünen Wolken, die schräg aufwärts in den rötlichen Himmel flogen, und den harten Schnee auf den Dächern."
aus "Die goldene Uhr" von #adelheidduvanel
"Wie ein leuchtender Fisch schwamm der Mond davon.
In den Dächern befanden sich die Gehirne der Häuser, die unentwegt über die missratenen Tiere nachdachten, die sich Menschen nannten."
aus "Der Tod und das Kind" von #adelheidduvanel
"Yolanda sagte, bevor sie Willibald für immer verliess, sie höre, sehe und fühle mehr als andere, ausserdem denke sie rasend schnell. Willibald hätte gern einen Freund, mit dem er darüber lachen könnte."
aus "Willibald" von #adelheidduvanel
Johannes lacht. In seinen Augen glimmt ein Feuerchen; seine Hand, auf die ich die meine lege, ist heiss. aus "Tag im Wind" von #adelheidduvanel
Einmal war die Mahlzeit, von der sie träumte, viel schmackhafter als die Mahlzeit, die auf dem Tisch stand und zu der sie eingeladen war; sie schrie vor Wut, als die Hausfrau sie weckte und zum Essen bat. aus "Das Geschenk" von #adelheidduvanel
„Jede Nacht, während der Himmel ein funkelndes Rad schlägt, schreibt er den Brief und zerreisst ihn dann.“
Regeln:
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#Seite42 #adelheidduvanel
„Hansjörgs Blicke erinnerten Eva-Maria oft an Wespenstiche, und seine Weingläser, die sie fleissig blankrieb, waren zu billig, um beim Anstossen zu erklingen.“
aus „Der erfrischende Anblick der Tochter“ von #adelheidduvanel
„Ich lachte verlegen und gab dem Mann förmlich die Hand, dann redeten wir kein Wort miteinander, und er ging. Nun habe ich beschlossen zu verreisen.“
aus "Unmoralische Geschichte" von #adelheidduvanel
„Oder es ist Nacht. Ich verkaufe einen Wolkenkratzer. Jeder Fensterrahmen, jede Schraube, jeder Lichtschalter, alles wird genau aufgelistet und berechnet. Der Wolkenkratzer ist sehr hoch, ich komme zu keinem Ende.“
aus "Fieberträume"
von #adelheidduvanel
„Er hatte seinen Briefkasten mit «St. Meier» beschriftet, weshalb die Frau ihn für einen Heiligen hielt; sie las stets «Sankt Meier», obwohl er bloss Stefan hiess.“ aus "Im Spital" von #adelheidduvanel
„Wütend stapft Ronald zum Bahnhof, sucht aber nicht seine Zechkumpane beim Kiosk auf, sondern setzt sich ins Bahnhofsbuffet, wo echte Reisende auf die Abfahrt ihrer Züge warten und kein Fernweh oder Heimweh mit Alkohol zuschütten müssen.“
aus „Ronalds Bahnhof“ von #adelheidduvanel
„Erich floh auf die verschneite Straße und schaufelte ein Grab, in das er sich legte. Dann deckte er sich mit Erde und Schnee zu und spürte, wie die Menschen über ihn hinliefen zu Tausenden, ohne es zu wissen.“
aus „Der Selbstmörder“ von #adelheidduvanel
„Frau Merkofer hat in Büchern gelesen und in Filmen gesehen, dass Frauen, wenn sie genäht haben, den Faden abbeissen, wie ein Tier, nachdem es geworfen hat, die Nabelschnur des Jungen durchbeisst; sie aber schneidet den Faden mit einer Schere.“
aus „Frau Merkofer“ von #adelheidduvanel