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#GermanWriteSky
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Als Abigail aufwachte, war ihr erster Gedanke, zwar nicht ganz so klar ausformuliert, aber im Ergebnis doch: ‚Fuck fuck fuck ich hab mich unlebendigt, ich bin erledigt, es ist vorbei, ich Arsch hab mir alles versaut, nur weil ich die große Mackerin mit den dicksten Muskeln in Klaus‘ Scheiß-Angeberhelikopter sein musste, fuck was hab ich mir dabei gedacht!‘

Als Abigail aufwachte, war ihr erster Gedanke, zwar nicht ganz so klar ausformuliert, aber im Ergebnis doch: ‚Fuck fuck fuck ich hab mich unlebendigt, ich bin erledigt, es ist vorbei, ich Arsch hab mir alles versaut, nur weil ich die große Mackerin mit den dicksten Muskeln in Klaus‘ Scheiß-Angeberhelikopter sein musste, fuck was hab ich mir dabei gedacht!‘

Hab ich schon mal erwähnt, dass ich das Problem mit den von Social-Media-Konzernen erzwungenen und von vielen Nutzenden bedenklich schnell und klaglos übernommenen Euphemismen absolut sehe, aber "unalive" davon ab einfach echt gut finde?
#SchreibSky #GermanWriteSky

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„Ich habe den Fall abgegeben“, sagte ich. „Tut mir leid, da müssen Sie jetzt einen anderen Anwalt bedrohen.“
„Sie sagen dies“, erwiderte Ossip, „Aber eigentlich ist Ihnen klar, dass wir die Frei-heit haben, selbst zu wählen, wen wir bedrohen, soweit ein Konzept wie Freiheit überhaupt Sinn ergibt, aber das möchte ich lieber nicht diskutieren. Das Thema bie-tet zu viel Raum für prätentiöse Deepities, obwohl es philosophisch wenig hergibt.“
„Wissen Sie was, das hab ich auch immer gedacht.“
Eine Weile hörte ich nur Stille vom anderen Ende. Vielleicht nickte er nachdenklich, stellte ich mir vor.
„Besorgen Sie uns die Akte“, sagte er. „Sie haben bis morgen Zeit.“

„Ich habe den Fall abgegeben“, sagte ich. „Tut mir leid, da müssen Sie jetzt einen anderen Anwalt bedrohen.“ „Sie sagen dies“, erwiderte Ossip, „Aber eigentlich ist Ihnen klar, dass wir die Frei-heit haben, selbst zu wählen, wen wir bedrohen, soweit ein Konzept wie Freiheit überhaupt Sinn ergibt, aber das möchte ich lieber nicht diskutieren. Das Thema bie-tet zu viel Raum für prätentiöse Deepities, obwohl es philosophisch wenig hergibt.“ „Wissen Sie was, das hab ich auch immer gedacht.“ Eine Weile hörte ich nur Stille vom anderen Ende. Vielleicht nickte er nachdenklich, stellte ich mir vor. „Besorgen Sie uns die Akte“, sagte er. „Sie haben bis morgen Zeit.“

Ist doch schön, wenn man trotz Differenzen über andere Fragen auch Gemeinsamkeiten miteinander finden kann.

#SchreibSky #BuchSky #GermanBookSky #GermanWriteSky

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Hallo! Ich hoffe, ich weck dich nicht, ich glaub, bei dir ist greade mitten in der Nacht oder ganz früh am Morgen oder so? Ich hab nur gerade gedacht, dass ich mich eigentlich freue, dass ich dich habe, oder so, und dass ich dir das mal sagen könnte. Ich freu mich drauf, wenn du herkommst. Echt. Ich hab dich gern, und ich find, dass wir ziemliches Glück hatten, uns kennenzulernen. War ja gar nicht so wahrscheinlich, so gedacht, oder?‘
Ich war, und Sie können deshalb von mir denken, was Sie wollen, zuerst gerührt und erst danach skeptisch.
‚Ich bin, und du kannst deshalb von mir denken, was du willst, zuerst gerührt und danach skeptisch‘, schrieb ich ihr.
‚😂‘, antwortete sie und dann sofort ‚Oah fuk fuck fuc ist das Ding hässlich sorry Ich hab eunfach nue was lachendes Gesuxht und nicht nahgedacht.‘ Und dann: ‚Kann ich das irgendwieder löschen??‘ Und dann verschwand das Emoji und wurde ersetzt durch einen grauen Kasten, in dem stand:  ‚Diese Nachricht wurde gelöscht.‘ ‚Habs gefunden‘, schrieb sie. ‚Fuck war das eklig, sorry.‘

Hallo! Ich hoffe, ich weck dich nicht, ich glaub, bei dir ist greade mitten in der Nacht oder ganz früh am Morgen oder so? Ich hab nur gerade gedacht, dass ich mich eigentlich freue, dass ich dich habe, oder so, und dass ich dir das mal sagen könnte. Ich freu mich drauf, wenn du herkommst. Echt. Ich hab dich gern, und ich find, dass wir ziemliches Glück hatten, uns kennenzulernen. War ja gar nicht so wahrscheinlich, so gedacht, oder?‘ Ich war, und Sie können deshalb von mir denken, was Sie wollen, zuerst gerührt und erst danach skeptisch. ‚Ich bin, und du kannst deshalb von mir denken, was du willst, zuerst gerührt und danach skeptisch‘, schrieb ich ihr. ‚😂‘, antwortete sie und dann sofort ‚Oah fuk fuck fuc ist das Ding hässlich sorry Ich hab eunfach nue was lachendes Gesuxht und nicht nahgedacht.‘ Und dann: ‚Kann ich das irgendwieder löschen??‘ Und dann verschwand das Emoji und wurde ersetzt durch einen grauen Kasten, in dem stand: ‚Diese Nachricht wurde gelöscht.‘ ‚Habs gefunden‘, schrieb sie. ‚Fuck war das eklig, sorry.‘

Tanja und Konrad in dem inoffiziellen und wahrscheinlich nie veröffentlicht werdenden Zwischenspiel nach "Eine Riesenmenge Geld - eine Liebesgeschichte".

#GermanWriteSky #SchreibSky

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„Der Punkt geht an dich, aber das kann dahinstehen, weil ich verdammt noch mal immer noch besser alleine fahre als mit einem blutdürstigen Monster, das mir im Schlaf die Kehle durchschneidet, wenn ihr gerade danach ist.“
„So schlimm ist Cat auch wieder nicht.“
„Doch?“
„Sie hat hier überhaupt noch niemandem d... im Schlaf die Kehle durchgeschnitten.“

„Der Punkt geht an dich, aber das kann dahinstehen, weil ich verdammt noch mal immer noch besser alleine fahre als mit einem blutdürstigen Monster, das mir im Schlaf die Kehle durchschneidet, wenn ihr gerade danach ist.“ „So schlimm ist Cat auch wieder nicht.“ „Doch?“ „Sie hat hier überhaupt noch niemandem d... im Schlaf die Kehle durchgeschnitten.“

CN Tod Verletzung
Alles eine Frage der Maßstäbe
#BuckSky #SchreibSky #GermanWriteSky #GermanBookSky #Lesen

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Hilfe ich hab eine Rückblende in die Jugend zweier meiner Protagonist*innen geschrieben und ich kann nicht mehr aufhören
#SchreibSky #GermanWriteSky #Autor_innenleben

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Ich guckte auf meine neue Rado Captain Cook – meine Eltern hatten sie mir zum Abitur geschenkt und ich war damals unglaublich stolz darauf. Faszinierend, wie Menschen sich verändern, oder? Heute würde ich mich schämen, mit so etwas rumzulaufen. Team Patek Philippe toujours, comprends?

Ich guckte auf meine neue Rado Captain Cook – meine Eltern hatten sie mir zum Abitur geschenkt und ich war damals unglaublich stolz darauf. Faszinierend, wie Menschen sich verändern, oder? Heute würde ich mich schämen, mit so etwas rumzulaufen. Team Patek Philippe toujours, comprends?

Ich bin sicher, es sagt irgendwas echt Schlimmes über mich aus, wie gern ich aus der Perspektive solcher Arschlöcher wie Ingo Werner schreibe, das ist irgendwie kathartisch, lasst mich.

#SchreibSky #GermanWriteSky #Autor_innenleben

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„Auch gut. Ähm … Willst du noch mit rauf kommen?“
Ich seufzte und dachte, dass jetzt wirklich der Zeitpunkt war, darauf hinzuweisen, dass ich verheiratet war. Sie konnte mir meine Verlegenheit wohl ansehen, denn sie fügte sofort hinzu:
„Schon gut, ich … hab den Ring gesehen. Aber es ist noch zu früh zum Schlafen, oder?“
Ich zögerte noch.
„Du musst keine Angst haben“, sagte sie. „Du bist … nicht auf diese Weise mein Typ.“
Dann grinste sie mich an, wie ein Tiger wahrscheinlich eine Maus angrinste, die be-fürchtete, er würde sie fressen. Natürlich war das für mein Selbstbewusstsein ein weiterer fieser kleiner Stich, aber es nahm mir immerhin die Angst vor einem sehr peinlichen und potentiell schmerzhaften Missverständnis. Ich lächelte und nickte.
„Gern doch.“

„Auch gut. Ähm … Willst du noch mit rauf kommen?“ Ich seufzte und dachte, dass jetzt wirklich der Zeitpunkt war, darauf hinzuweisen, dass ich verheiratet war. Sie konnte mir meine Verlegenheit wohl ansehen, denn sie fügte sofort hinzu: „Schon gut, ich … hab den Ring gesehen. Aber es ist noch zu früh zum Schlafen, oder?“ Ich zögerte noch. „Du musst keine Angst haben“, sagte sie. „Du bist … nicht auf diese Weise mein Typ.“ Dann grinste sie mich an, wie ein Tiger wahrscheinlich eine Maus angrinste, die be-fürchtete, er würde sie fressen. Natürlich war das für mein Selbstbewusstsein ein weiterer fieser kleiner Stich, aber es nahm mir immerhin die Angst vor einem sehr peinlichen und potentiell schmerzhaften Missverständnis. Ich lächelte und nickte. „Gern doch.“

Und auf Deutsch funktioniert der Vergleich mit dem Tiger und der Maus auch nicht so richtig, oder?
#SchreibSky #GermanWriteSky #Schreibprompts

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„Drohungen? Gegen mich? Davon hat er gar nichts erzählt, was für Drohungen denn?“
Warum hatte er mir davon nichts erzählt? Wir hatten doch gerade vorhin noch telefo-niert! Das war schon wieder typisch Konrad, einfach-
Mein Gedankenfluss stockte, als mir der komische Typ wieder einfiel, dieser kleine in dem schwarzen Anzug, und wie merkwürdig Konrad reagiert hatte … Mir wurde ein bisschen kalt bei der Erinnerung an den sonderbar intensiven Blick des kleinen Man-nes in seinem schwarzen Anzug, an seinen sanften Händedruck und seine leise Stimme. Hatte der wirklich …? Mir fiel auf, dass ich der Polizistin eine ganze Weile nicht zugehört hatte.
„Entschuldigen Sie bitte, was haben Sie gesagt?“
Sie lächelte mich an, als würde sie ein Seufzen unterdrücken, oder ein Kopfschütteln.
„Ich sagte: Wir haben keine konkreten Hinweise“, wiederholte sie. „Wir rechnen auch nicht damit, dass jemand etwas versuchen wird, aber aufgrund verschiedener Um-stände haben wir entschieden, die Drohungen zunächst ernst zu nehmen. Nur um ganz sicher zu gehen.“
Sie schob beiläufig einige ihrer Zöpfchen hinter ihre Schulter, während sie sich in mei-nem Behandlungszimmer umsah. Ihre Worte und ihr ganzes Auftreten wirkten ober-flächlich einigermaßen professionell und sachlich, aber ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl, unterschwellige Verachtung aus ihrer Stimme und ihrer Haltung herauslesen zu können.

„Drohungen? Gegen mich? Davon hat er gar nichts erzählt, was für Drohungen denn?“ Warum hatte er mir davon nichts erzählt? Wir hatten doch gerade vorhin noch telefo-niert! Das war schon wieder typisch Konrad, einfach- Mein Gedankenfluss stockte, als mir der komische Typ wieder einfiel, dieser kleine in dem schwarzen Anzug, und wie merkwürdig Konrad reagiert hatte … Mir wurde ein bisschen kalt bei der Erinnerung an den sonderbar intensiven Blick des kleinen Man-nes in seinem schwarzen Anzug, an seinen sanften Händedruck und seine leise Stimme. Hatte der wirklich …? Mir fiel auf, dass ich der Polizistin eine ganze Weile nicht zugehört hatte. „Entschuldigen Sie bitte, was haben Sie gesagt?“ Sie lächelte mich an, als würde sie ein Seufzen unterdrücken, oder ein Kopfschütteln. „Ich sagte: Wir haben keine konkreten Hinweise“, wiederholte sie. „Wir rechnen auch nicht damit, dass jemand etwas versuchen wird, aber aufgrund verschiedener Um-stände haben wir entschieden, die Drohungen zunächst ernst zu nehmen. Nur um ganz sicher zu gehen.“ Sie schob beiläufig einige ihrer Zöpfchen hinter ihre Schulter, während sie sich in mei-nem Behandlungszimmer umsah. Ihre Worte und ihr ganzes Auftreten wirkten ober-flächlich einigermaßen professionell und sachlich, aber ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl, unterschwellige Verachtung aus ihrer Stimme und ihrer Haltung herauslesen zu können.

Gibts natürlich auch auf Deutsch. Eigentlich vor allem. Aber hier auf BlueSky ist das bisher nicht so relevant, scheint mir. Trotzdem. Dress for the audience you want. Also auf Deutsch halt. Naja.
#SchreibSky #GermanWriteSky #Schreibprompts

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Wir schweben über einer stark befahrenen Straße, schwerelos, unsichtbar, körperlos. Die Abgase der dicht an dicht hintereinander herkriechenden Autos stören uns genauso wenig wie der leichte Nieselregen, der wie ein endloser Schleier träge durch die graue Atmosphäre hinab schwebt. Die Vorzüge auktorialer Allmacht.
Die Autos auf der Straße kämpfen sich ähnlich mühsam durch den Verkehr wie das diffus graue Licht der hinter Wolken verborgenen Sonne durch den Regen. Es geht selten schneller voran als mit Schrittgeschwindigkeit.
Nachdem wir eine Zeitlang den Stau beobachtet haben, heftet unser Blick sich an eines der Fahrzeuge, an einen schwarzen Maybach, dessen Habitus von Wohlstand und Macht in scharfem Widerspruch zur Haltung seines Fahrers steht.
Wir senken uns langsam auf das Fahrzeug hinab, durch das Dach hindurch und hinein, ungehemmt von den Gesetzen der stofflichen Welt.

Wir schweben über einer stark befahrenen Straße, schwerelos, unsichtbar, körperlos. Die Abgase der dicht an dicht hintereinander herkriechenden Autos stören uns genauso wenig wie der leichte Nieselregen, der wie ein endloser Schleier träge durch die graue Atmosphäre hinab schwebt. Die Vorzüge auktorialer Allmacht. Die Autos auf der Straße kämpfen sich ähnlich mühsam durch den Verkehr wie das diffus graue Licht der hinter Wolken verborgenen Sonne durch den Regen. Es geht selten schneller voran als mit Schrittgeschwindigkeit. Nachdem wir eine Zeitlang den Stau beobachtet haben, heftet unser Blick sich an eines der Fahrzeuge, an einen schwarzen Maybach, dessen Habitus von Wohlstand und Macht in scharfem Widerspruch zur Haltung seines Fahrers steht. Wir senken uns langsam auf das Fahrzeug hinab, durch das Dach hindurch und hinein, ungehemmt von den Gesetzen der stofflichen Welt.

Ich denke immer noch oft an meine ziemlich alte ... ähm ... Horror-Kurzgeschichten-Sammlung-oder-sind-es-einfach-Roman-Kapitel "Gebunden" und freu mich drauf, es irgendwann mal zu Ende zu schreiben.
Meine einzige Geschichte mit allwissender Erzählstimme.
#SchreibSky #GermanWriteSky

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Ich halte mich für keinen besonders moralischen Menschen. Ich habe mir nie viele Gedanken darum gemacht, ob das, was ich tue, richtig oder falsch ist, und soweit ich mich erinnere, hatte ich nie große Probleme mit Gewissensbissen. Wahrschein-lich sagt das auch schon wieder was über mich aus, und wahrscheinlich nichts Gu-tes. Ich hab auch nie so richtig verstanden, warum Leute immer noch davon ausge-hen, das wäre ungewöhnlich bei Polizeibeamt*innen, nicht nur wegen der Sachen in den Nachrichten, sondern auch weil ... naja, wir haben uns einen Job ausgesucht, der darin besteht, anderen Leuten wehzutun, bis sie gehorchen? Klar, manchmal reichts, wenn wir mehr oder weniger deutlich damit drohen, das zu tun, aber Sie wissen, was ich meine.
Nicht dass es mich besonders gestört hätte.
Hat wahrscheinlich auch damit zu tun, dass andere Leute mir nie besonders wichtig waren?
Ich bin einfach kein guter Mensch, okay? Hab ich auch nie behauptet.
Sie sind jetzt sicher schockiert und müssen das erst mal verarbeiten.
Ich sah in Hannas Gesicht, wie etwas in ihr zerbrach, kurz bevor sie es in ihren Händen vergrub und laut zu schluchzen begann. Ihre Hoffnung? Ihr Stolz? Und ich fühlte mich wie Dreck. Ich kann mich nicht erinnern, mich davor oder danach jemals so für etwas geschämt zu haben wie für das, was ich zu Hanna gesagt hatte. 
Nicht, dass ich deshalb was unternommen hätte.

Ich halte mich für keinen besonders moralischen Menschen. Ich habe mir nie viele Gedanken darum gemacht, ob das, was ich tue, richtig oder falsch ist, und soweit ich mich erinnere, hatte ich nie große Probleme mit Gewissensbissen. Wahrschein-lich sagt das auch schon wieder was über mich aus, und wahrscheinlich nichts Gu-tes. Ich hab auch nie so richtig verstanden, warum Leute immer noch davon ausge-hen, das wäre ungewöhnlich bei Polizeibeamt*innen, nicht nur wegen der Sachen in den Nachrichten, sondern auch weil ... naja, wir haben uns einen Job ausgesucht, der darin besteht, anderen Leuten wehzutun, bis sie gehorchen? Klar, manchmal reichts, wenn wir mehr oder weniger deutlich damit drohen, das zu tun, aber Sie wissen, was ich meine. Nicht dass es mich besonders gestört hätte. Hat wahrscheinlich auch damit zu tun, dass andere Leute mir nie besonders wichtig waren? Ich bin einfach kein guter Mensch, okay? Hab ich auch nie behauptet. Sie sind jetzt sicher schockiert und müssen das erst mal verarbeiten. Ich sah in Hannas Gesicht, wie etwas in ihr zerbrach, kurz bevor sie es in ihren Händen vergrub und laut zu schluchzen begann. Ihre Hoffnung? Ihr Stolz? Und ich fühlte mich wie Dreck. Ich kann mich nicht erinnern, mich davor oder danach jemals so für etwas geschämt zu haben wie für das, was ich zu Hanna gesagt hatte. Nicht, dass ich deshalb was unternommen hätte.

Und auf Deutsch hab ich auch noch die Absätze, in denen Tanja uns sagt, dass sie kein guter Mensch ist, weil andere Leute ihr egal sind und sie daran auch nichts ändern will, aber wir sollen bitte wenigstens berücksichtigen, dass sie sich deshalb manchmal schlecht fühlt.
#SchreibSky #GermanWriteSky

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Hey #SchreibSky #GermanWriteSky #GermanBookSky kennt ihr gute Sensitivity-Reader*innen bzw. -Berater*innen zum Thema Rassismus? Ich freue mich über Empfehlungen, die natürlich gerne auch Selbst-Empfehlungen sein dürfen, falls ihr das seid.

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Natürlich hielten wir den Beschuldigten nicht die ganze Zeit über fest, während wir ihn zum Aufzug führten. Das machen wir in geschlossenen Räumen nur bei sehr akut fluchtgefährdeten oder gefährlichen Leuten. Außerdem, wo sollte er jetzt noch hinlaufen?
Und falls Sie sich fragen, ob das jetzt gerade diese Technik ist, die so einen engli-schen Namen hat, der mir gerade nicht einfällt und mit der Autor*innen etwas omi-nös andeuten, was dann später in der Geschichte noch mal eine Rolle spielt: Jup.
Aber keine Sorge, kommt ziemlich bald.

Natürlich hielten wir den Beschuldigten nicht die ganze Zeit über fest, während wir ihn zum Aufzug führten. Das machen wir in geschlossenen Räumen nur bei sehr akut fluchtgefährdeten oder gefährlichen Leuten. Außerdem, wo sollte er jetzt noch hinlaufen? Und falls Sie sich fragen, ob das jetzt gerade diese Technik ist, die so einen engli-schen Namen hat, der mir gerade nicht einfällt und mit der Autor*innen etwas omi-nös andeuten, was dann später in der Geschichte noch mal eine Rolle spielt: Jup. Aber keine Sorge, kommt ziemlich bald.

Und hier noch mal auf Deutsch für #SchreibSky #GermanWriteSky

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Morgen um 1800 Uhr gehts weiter mit dem interaktiven Schreibstream! Schaut doch mal rein, es ist nett. Find ich.
Aber was soll ich auch sonst sagen?
discord.gg/aKNFbpGY?eve...

#SchreibSky #GermanWriteSky

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„Wirklich?“, fragte ich, „Sie habens wirklich auch einfach nicht gemerkt?“
„So ähnlich.“ Sie klang, als wüsste sie nicht, ob sie lachen oder einschnappen sollte. „Also wo jetzt?“ 
„Wo haben Sie denn überhaupt die Nummer her? Haben Sie im Gericht nach mei-nem Namen gefragt und dann meine Kanzlei angerufen?“
„Die im Geschäftszimmer hatten die Nummer.“
„Das war ja einfach.“
„Ich zähle jetzt bis drei, wenn Sie bis dahin keinen Vorschlag gemacht haben, lege ich auf.“ Sie klang, als hätte sie sich jetzt in Richtung Einschnappen entschieden, und ich entschied, sie nicht weiter zu provozieren.

„Wirklich?“, fragte ich, „Sie habens wirklich auch einfach nicht gemerkt?“ „So ähnlich.“ Sie klang, als wüsste sie nicht, ob sie lachen oder einschnappen sollte. „Also wo jetzt?“ „Wo haben Sie denn überhaupt die Nummer her? Haben Sie im Gericht nach mei-nem Namen gefragt und dann meine Kanzlei angerufen?“ „Die im Geschäftszimmer hatten die Nummer.“ „Das war ja einfach.“ „Ich zähle jetzt bis drei, wenn Sie bis dahin keinen Vorschlag gemacht haben, lege ich auf.“ Sie klang, als hätte sie sich jetzt in Richtung Einschnappen entschieden, und ich entschied, sie nicht weiter zu provozieren.

... und auf Deutsch:
#SchreibSky #GermanWriteSky

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‚Na los. Sag wenigstens, dass du dich meldest. Oder dass ich mich melden soll.‘
Aber er tat es nicht. Ich konnte mich nicht erinnern, wo ich das herhatte, aus einem Buch oder einem Film oder von irgendeiner echten Person, aber ich dachte daran, dass Stolz schön und gut ist, aber er antwortet nicht, wenn man um Hilfe ruft, und er wärmt einen nicht, wenn man friert, und er umarmt einen auch nicht, wenn man sich einsam fühlt.
Und dann tat ich etwas, was ich mir nie zugetraut hätte.

Konrad
"Konrad, ich liebe dich", sagte sie schließlich mit brechender Stimme. Ihre Augen schimmerten feucht.
Ich schüttelte den Kopf und trat einen Schritt von ihr zurück. Ich sagte nichts. Ich woll-te nicht weinen. Sie folgte mir.
"Konrad, bitte!"
Ich sah zu ihr auf, in ihre großen dunkelblauen Augen ertrug ihren flehenden Blick, aber ich konnte nicht antworten. Ich schaffte es, noch einmal meinen Kopf zu schüt-teln. Ich fürchte, ein bisschen weinte ich dann doch. Ich versuchte, möglichst ruhig zu atmen, während ich mir über die Wangen wischte.
Alles Weiche verschwand aus Tanja. Ich konnte die Muskeln ihres Unterkiefers her-vortreten sehen, als sie ihre Zähne zusammenbiss. Sie sah mich nicht mehr an, son-dern über mich hinweg. Die Muskeln, die von ihren Schultern zu ihrem Hals empor liefen, traten wie Drahtseile hervor. Sie schluckte und drehte sich um und stieg in den Zug.

‚Na los. Sag wenigstens, dass du dich meldest. Oder dass ich mich melden soll.‘ Aber er tat es nicht. Ich konnte mich nicht erinnern, wo ich das herhatte, aus einem Buch oder einem Film oder von irgendeiner echten Person, aber ich dachte daran, dass Stolz schön und gut ist, aber er antwortet nicht, wenn man um Hilfe ruft, und er wärmt einen nicht, wenn man friert, und er umarmt einen auch nicht, wenn man sich einsam fühlt. Und dann tat ich etwas, was ich mir nie zugetraut hätte. Konrad "Konrad, ich liebe dich", sagte sie schließlich mit brechender Stimme. Ihre Augen schimmerten feucht. Ich schüttelte den Kopf und trat einen Schritt von ihr zurück. Ich sagte nichts. Ich woll-te nicht weinen. Sie folgte mir. "Konrad, bitte!" Ich sah zu ihr auf, in ihre großen dunkelblauen Augen ertrug ihren flehenden Blick, aber ich konnte nicht antworten. Ich schaffte es, noch einmal meinen Kopf zu schüt-teln. Ich fürchte, ein bisschen weinte ich dann doch. Ich versuchte, möglichst ruhig zu atmen, während ich mir über die Wangen wischte. Alles Weiche verschwand aus Tanja. Ich konnte die Muskeln ihres Unterkiefers her-vortreten sehen, als sie ihre Zähne zusammenbiss. Sie sah mich nicht mehr an, son-dern über mich hinweg. Die Muskeln, die von ihren Schultern zu ihrem Hals empor liefen, traten wie Drahtseile hervor. Sie schluckte und drehte sich um und stieg in den Zug.

Und hier auf Deutsch der peinliche Moment, den Tanjas Gehirn ihr für den Rest ihres Lebens in Dauerschleife vorspielen wird, wenn sie nicht schlafen kann.
#SchreibSky #GermanWriteSky #SchreibPrompt

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„Ich muss jetzt zum Dienst“, sagte sie. Sie klang unsicher. 
Ich nickte und lächelte ihr zu.
„Viel Glück mit deinem Plan“, sagte ich.
Sie trat ein paar Schritte an mich heran. Sehr nah. Zu nah. Meine Nase berührte beinahe ihre Schulter. Ich trat einen Schritt zurück, spürte die Wand hinter mir. Sie folgte. Ich blickte zu ihr auf.
„Du…. würdest niemandem von dieser Sache erzählen, oder?“, fragte sie.
Ich brauchte einen Moment, um den Tonfall in ihrer Stimme zu deuten. Aber ich glaubte es nicht so recht. Sicher hatte ich sie falsch verstanden. Ich brachte ein La-chen heraus, das sogar ziemlich echt klang.
„Nein, natürlich nicht. Unser kleines Geheimnis.“

„Ich muss jetzt zum Dienst“, sagte sie. Sie klang unsicher. Ich nickte und lächelte ihr zu. „Viel Glück mit deinem Plan“, sagte ich. Sie trat ein paar Schritte an mich heran. Sehr nah. Zu nah. Meine Nase berührte beinahe ihre Schulter. Ich trat einen Schritt zurück, spürte die Wand hinter mir. Sie folgte. Ich blickte zu ihr auf. „Du…. würdest niemandem von dieser Sache erzählen, oder?“, fragte sie. Ich brauchte einen Moment, um den Tonfall in ihrer Stimme zu deuten. Aber ich glaubte es nicht so recht. Sicher hatte ich sie falsch verstanden. Ich brachte ein La-chen heraus, das sogar ziemlich echt klang. „Nein, natürlich nicht. Unser kleines Geheimnis.“

Und auf Deutsch, Tanja signalisiert Konrad ganz subtil, dass sie auch für ihn keine Freundin und Helferin ist. Na sowas, damit konnte doch niemand rechnen.
#ScheibSky #GermanWriteSky #SchreibPrompts

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„Ganz in Ordnung.“ Sie spie die Worte aus. Wäre ich mir noch unsicher gewesen, wie sehr meine Frage sie geärgert hatte, wären jetzt alle Zweifel beseitigt gewesen. „Ich bin Besoldungsstufe A8 und krieg 200 Euro Gefahrenzulage, weil ich im Kom-mando bin. Ich fahre ein gebrauchtes Auto, das ich wahrscheinlich in ungefähr drei Jahren abbezahlt habe. Falls es bis dahin hält. Ich bin nicht besonders klug, und ich bin nicht besonders sympathisch, ich hab keine Freund*innen und ich kann eigent-lich nichts, außer dem, was ich tue. Ich hab einen Abiturschnitt von 3,3! Ich bin groß und stark, aber was zählt denn das schon in der Informationsgesellschaft, hm? Und jetzt habe ich diese Chance. Es ist meine erste, und es wird die einzige bleiben. Je-mand wie ich kriegt nicht noch mal so eine. Wenn du damit nichts zu tun haben willst, ist das OK, aber ich lasse mir das nicht entgehen.“

„Ganz in Ordnung.“ Sie spie die Worte aus. Wäre ich mir noch unsicher gewesen, wie sehr meine Frage sie geärgert hatte, wären jetzt alle Zweifel beseitigt gewesen. „Ich bin Besoldungsstufe A8 und krieg 200 Euro Gefahrenzulage, weil ich im Kom-mando bin. Ich fahre ein gebrauchtes Auto, das ich wahrscheinlich in ungefähr drei Jahren abbezahlt habe. Falls es bis dahin hält. Ich bin nicht besonders klug, und ich bin nicht besonders sympathisch, ich hab keine Freund*innen und ich kann eigent-lich nichts, außer dem, was ich tue. Ich hab einen Abiturschnitt von 3,3! Ich bin groß und stark, aber was zählt denn das schon in der Informationsgesellschaft, hm? Und jetzt habe ich diese Chance. Es ist meine erste, und es wird die einzige bleiben. Je-mand wie ich kriegt nicht noch mal so eine. Wenn du damit nichts zu tun haben willst, ist das OK, aber ich lasse mir das nicht entgehen.“

Und hier noch mal deutsch:
#SchreibSky #GermanWriteSky

0 0 0 0
Kurz hoffte ich, dass er anfangen würde, aber es dauerte nicht lange, bis ich merkte, dass ich mir jetzt echt einen Ruck geben musste, wenn ich noch ein bisschen Respekt vor mir behalten wollte.
Und dann kam er mir doch noch zuvor.
„So, about earlier“, sagte er. „I have been thinking.”
Ich schwöre Ihnen, ich hatte den Mund offen, um wenigstens noch schnell ‚I’m sorry‘ zu sagen, ich hatte die Luft schon in der Lunge, ich hatte die Stimmbänder angespannt, falls das der richtige Ausdruck dafür ist, ich war drauf und dran. Ich war nur-
Ich war-
Ich-
Naja vielleicht war ich nicht nur zu langsam.

Kurz hoffte ich, dass er anfangen würde, aber es dauerte nicht lange, bis ich merkte, dass ich mir jetzt echt einen Ruck geben musste, wenn ich noch ein bisschen Respekt vor mir behalten wollte. Und dann kam er mir doch noch zuvor. „So, about earlier“, sagte er. „I have been thinking.” Ich schwöre Ihnen, ich hatte den Mund offen, um wenigstens noch schnell ‚I’m sorry‘ zu sagen, ich hatte die Luft schon in der Lunge, ich hatte die Stimmbänder angespannt, falls das der richtige Ausdruck dafür ist, ich war drauf und dran. Ich war nur- Ich war- Ich- Naja vielleicht war ich nicht nur zu langsam.

Und auf Deutsch gibts das auch, naja mehr oder weniger, weil das ist kein Versehen, es gibt auch in der deutschen Version englischen Dialog. Weiß noch nicht, wie ich das in der finalen Fassung lösen will. Fußnoten vielleicht?
#SchreibSky #GermanWriteSky

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„Gute Nachrichten!“ rief Pawel mit seinem polnischen Akzent in einem Tonfall, der für mich immer irgendwie gemütlich und entspannt klang, was in Anbetracht der Situation ein echt weirdes Gefühl war. Gleichzeitig beruhigend und desorientierend, irgendwie. „Deine Tante hat das Geld zurückgezahlt! Wir können dich gehen lassen, Hannes.“
Er wuschelte mit seiner Hand durch mein Haar – klar, normalerweise hasse ich das, aber in diesem Moment störte es mich nicht besonders – und kniete hinter meinem Stuhl nieder, um mich loszubinden.
„Möchtest du vielleicht noch duschen, bevor wir dich freilassen? Ich glaube, wir haben auch noch einen Satz frischer Kleidung für dich.“
„Ähm… Nein danke.“
Wie kam er darauf, mich auch nur zu fragen?

„Gute Nachrichten!“ rief Pawel mit seinem polnischen Akzent in einem Tonfall, der für mich immer irgendwie gemütlich und entspannt klang, was in Anbetracht der Situation ein echt weirdes Gefühl war. Gleichzeitig beruhigend und desorientierend, irgendwie. „Deine Tante hat das Geld zurückgezahlt! Wir können dich gehen lassen, Hannes.“ Er wuschelte mit seiner Hand durch mein Haar – klar, normalerweise hasse ich das, aber in diesem Moment störte es mich nicht besonders – und kniete hinter meinem Stuhl nieder, um mich loszubinden. „Möchtest du vielleicht noch duschen, bevor wir dich freilassen? Ich glaube, wir haben auch noch einen Satz frischer Kleidung für dich.“ „Ähm… Nein danke.“ Wie kam er darauf, mich auch nur zu fragen?

Und hier derselbe Text auf Deutsch:
#SchreibSky #GermanWriteSky

1 0 0 0
Wir setzten uns mit den Gläsern nebeneinander auf die Schlafcouch, von der ich in diesem Moment entschied, von ihr nur noch als Couch zu denken, weil es sich ent-schieden weniger merkwürdig anfühlte, neben ihr auf der Couch zu sitzen als auf ih-rem Bett. 
„Und wie machst du das jetzt mit dem Lappen?“, fragte sie grinsend.
„Ich habe da im Rahmen einer Risikobewertung unter Berücksichtigung aller Umstän-de einen sachgerechten Lösungsansatz gefunden.“
„Du hältst die Luft an und nimmst sie kurz ab?“
„In der Tat. Ich kann sie auch so ... nur kurz anheben.“ Ich führte es vor.
„Meinst du wirklich, das Ding bringt was?“, fragte sie.

Wir setzten uns mit den Gläsern nebeneinander auf die Schlafcouch, von der ich in diesem Moment entschied, von ihr nur noch als Couch zu denken, weil es sich ent-schieden weniger merkwürdig anfühlte, neben ihr auf der Couch zu sitzen als auf ih-rem Bett. „Und wie machst du das jetzt mit dem Lappen?“, fragte sie grinsend. „Ich habe da im Rahmen einer Risikobewertung unter Berücksichtigung aller Umstän-de einen sachgerechten Lösungsansatz gefunden.“ „Du hältst die Luft an und nimmst sie kurz ab?“ „In der Tat. Ich kann sie auch so ... nur kurz anheben.“ Ich führte es vor. „Meinst du wirklich, das Ding bringt was?“, fragte sie.

CN Pandemie
Ach was solls es ist Wochenende und ich hatte lange keinen #Schreibprompt mehr für #GermanWriteSky oder #GermanBookSky oder wie das halt hier heißt:

Spielt #Covid in euren aktuellen Büchern eine Rolle? Falls ja, wie?

In "Eine Riesenmenge Geld - eine Liebesgeschichte" kommts vor.

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