Stellungnahme zum extremen antisemitischen Gewaltfall am Holocaust-Mahnmal in Berlin
Am vergangenen Freitagabend griff ein junger Mann einen Touristen am Denkmal für die ermordeten Juden Europas an und fügte ihm mit einem Messer lebensbedrohliche Verletzungen am Hals zu. Nur durch das schnelle Eingreifen der Rettungskräfte und eine Notoperation konnte dem Angegriffenen das Leben gerettet werden. Der Täter wurde einige Stunden später in der Nähe des Mahnmals festgenommen.
Gegenüber der Polizei sagte der Täter, er habe vorgehabt, „Juden zu töten“, und in dieser Absicht das Mahnmal als Tatort ausgewählt. Auf Grundlage der mitgeführten Gegenstände wird von Islamismus als politischen Hintergrund ausgegangen.
Dieser Fall extremer antisemitischer
antisemitischer Gewalt ereignete sich einige Stunden nach der Festnahme eines jungen Mannes, der mutmaßlich einen Anschlag auf die Botschaft des Staates Israel in Berlin geplant haben soll. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fand die Polizei einen „sprengstoffverdächtigen Gegenstand“.
Aktuell erleben wir eine weitere Radikalisierung eines ideologisch-eliminatorischen Antisemitismus, der durch den Nahostkonflikt verschärft, aber nicht ursächlich ausgelöst ist. Der ideologische Hass auf Jüdinnen:Juden ist älter als der Nahostkonflikt, nutzt jedoch diesen, um zur Gewalt zu mobilisieren. „Erfolgreich“ ist diese Ideologie nicht zuletzt aufgrund der ohnehin gesellschaftlich verbreiteten
Verschwörungsmentalitäten und tradierten sowie gesellschaftlich breit geteilten antisemitischen Narrativen.
Unsere Solidarität gilt dem Betroffenen, dem wir schnelle und vollständige Genesung wünschen, und seinen Angehörigen.
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