Text auf der Kachel: „Wenn Diabetes zu Amputationen führen kann. In Deutschland leben rund 10 % der Erwachsenen mit einem diagnostizierten Diabetes, bei den meisten handelt es sich um einen Typ-2-Diabetes. Er entwickelt sich meist schleichend im Erwachsenenalter, ausgelöst durch Insulinresistenz und begünstigt durch ein Zusammenspiel aus Lebensstil, sozialen Bedingungen und genetischer Veranlagung.
Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker kann
• Gefäße schädigen (Durchblutungsstörungen) und
• Nerven beeinträchtigen (Polyneuropathie).
Das führt mitunter zum diabetischen Fußsyndrom: chronische Wunden, die schlecht heilen. Werden diese nicht rechtzeitig behandelt, drohen Infektionen, die in Kombination mit Durchblutungsstörungen eine Amputation notwendig machen.“
Daneben das Icon einer Person mit Krücken und einem fehlenden Unterschenkel.
Text auf der Kachel:
„Trends bei Majoramputationen.
Majoramputationen (oberhalb des Sprunggelenks) gelten als Indikator für die ambulante Versorgungsqualität. Bei optimaler Behandlung wären sie meist vermeidbar.
Zwischen 2005 und 2019 sanken die Raten deutlich, 2020 war diese Abnahme geringer.
Bis 2023 waren folgende Trends zu verzeichnen:
• Männer: sukzessiver Anstieg um +6 % (2023: etwa 16 Fälle pro 100 000 Personen)
• Frauen: stabil bei etwa 5 Fällen pro 100 000 Personen
Die Raten liegen bei Männern durchgängig etwa dreimal höher als bei Frauen, und der Abstand hat sich in den letzten Jahren sogar vergrößert.“
Definition und Zahlen zu Minoramputationen sowie Altersunterschiede.
Text auf der Kachel:
„Minoramputationen und Altersmuster.
Minoramputationen bezeichnen Amputationen unterhalb des Sprunggelenks, also etwa von Zehen oder Teilen des Fußes.
Nach einem Rückgang bis 2020 nahmen die Raten wieder zu:
• Männer: 69 Fälle pro 100 000 Personen
• Frauen: 15 Fälle pro 100 000 Personen (Daten 2023)
Das Risiko steigt deutlich mit dem Alter – besonders ab 60 Jahren.
Männer sind in allen Altersgruppen stärker betroffen, der Unterschied zu Frauen hat sich über die Jahre weiter vergrößert.“
Auf der Kachel befindet sich zudem ein Balkendiagramm zu Minoramputationsfällen pro 100 000 Personen nach Altersgruppen.
Informationen zu sozialen Unterschieden bei Amputationsraten.
Text auf der Kachel: „Unterschiede nach sozialräumlicher Lage. Die Daten zeigen auch einen sozialen Gradienten. In Regionen mit hoher sozioökonomischer Deprivation treten mehr diabetesbedingte Amputationen auf als in privilegierteren Regionen:
• fast doppelt so viele Majoramputationen und
• rund 1,5-mal so viele Minoramputationen.
Ursachen können u. a. sein:
• eine höhere Diabetes-Prävalenz,
• eine geringere Dichte an Fachärztinnen und -ärzten und
• Unterschiede beim Zugang zu spezialisierter Versorgung.“
Dazu wird ein Foto mit einer Hand, die ein Papier-Ungleichheitszeichen hält gezeigt.
📅 Am 14.11. ist #Weltdiabetestag.
Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker kann zu Nerv- und Gefäßschäden führen, im Extremfall sogar zu Amputationen. Viele dieser Eingriffe wären vermeidbar.
Mehr zur Daten, Entwicklungen sowie zu Minor- und Majoramputationen im #EpidBull
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