In der griechischen, römischen und orientalischen Antike wurde Arbeit als notwendiges Übel angesehen. Wenn es möglich war, zwang man andere dazu, sie für einen selbst zu erledigen. Die ersten Hinweise auf Arbeit in Mesopotamien stellten Götter dar, die den Menschen ihre Arbeit aufzwangen, weil die Götter stärker waren. Der Wert in der Antike war nicht die Arbeit, sondern Wissen, Information und Kunst. In der mittelalterlichen Gesellschaft war es das Privileg der Adligen, nicht zu arbeiten, und sie mussten vermeiden, Spuren der Arbeit zu tragen: schwielige Hände, Bräune etc. Von Arbeit spricht man erst, wenn ein Adliger einen Schwachen zu einer Arbeit zwingt. Der Handwerker, der etwas herstellt, sprach nicht von Arbeit. Bis zur industriellen Revolution stellte der Handwerker mit seinem Netzwerk das gesamte Produkt her und wurde für das fertige Produkt bezahlt. Zum Beispiel kaufte man ein Bett. Der Preis richtete sich nach der Qualität, es gab keine Vorstellung von der Arbeitszeit. Mit der industriellen Revolution zählte die Qualität weniger. Man betrachtete den Preis. Alles wurde arbeitsteilig produziert, der Arbeiter ließ sich für seine Zeit bezahlen. Im 19. Jahrhundert entstand so der Arbeitswert. Der Arbeitgeber verlangte vom Arbeitnehmer, in der ihm bezahlten Zeit so viel wie möglich zu arbeiten. Die Kirche änderte ihre Lehre und sagte, dass der Mensch sich durch Arbeit Gott nähern könne. Jahrhunderts kaufte der Chef Stunden, und der Arbeiter musste sein Bestes geben. Mit dem Ersten Weltkrieg ging ein großer Teil der Männer an die Front. Die Frauen produzierten Waffen. Für die Mehrheit der Bevölkerung in Europa, außer in Russland, das nicht industrialisiert war, funktionierte jedoch alles wie gewohnt: Geschäfte, öffentliche Dienste etc. Als die Soldaten von der Front zurückkehrten, waren Vollzeitgehälter erforderlich, um sie zu beschäftigen. Bertrand Russell fragte sich 1920, warum das so ist. Warum sollen Männer und Frauen von morgens bis abends arbeiten, wen…
#Arbeit, alles oder nichts: www.aurianneor.org/arbeit-alles...
#arbeitslosigkeit #ausbrennen #beschäftigung #Bürger #demokratie #Diener #Dienstleistung #Faulenzer #Freizeit #Halbzeit #Klassen #nützlich #Obdachlose #Privilegien #Produktivität #Qualität #Überforderung #Vollzeit #Wert #Wirtschaft