Neokolonialismus in Serbien?
Was haben Deutschland, EU und Serbien miteinander zu tun?
Und welche Rolle spielt die Automobilindustrie dabei?
Green Transition?
Die EU will Wirtschaftswachstum und Rohstoffverbrauch „entkoppeln“.
Das heißt: weiter wachsen, aber mit weniger Umweltzerstörung. Mehr Umsatz mit weniger Ressourcen.
In einigen EU-Ländern, auch Deutschland, sinkt der Ressourcenverbrauch pro BIP tatsächlich.
Doch was passiert in den Zulieferungsländern?
Verlagern statt Entkoppeln
Der Rohstoffabbau für Produktion und Wohlstand in der EU wird “einfach” ausgelagert. Das hat den praktischen Vorteil, dass die Green-Transition-Statistiken besser aussehen, die Umweltzerstörung wo anders passiert, und keines so genau hinschaut wenn Menschenrechte nicht eingehalten werden.
Die Kosten für die “grüne” Wende werden in andere Regionen verschoben.
Verträge mit Serbien
Serbiens Ressourcen sind für die EU besonders interessant - der Strategic Development Plan, binationale Abkommen, und Verträge zwischen Konzernen (zum Beispiel deutschen Automobilkonzernen und Rio Tinto) sichern den Zugriff auf Serbiens Lithium, Kupfer, Silber, Gold, & Co.
Als Ergebnis nimmt Bergbau in Serbien extrem zu, Menschen werden deplatziert, Flüsse vergiftet, und der Ressourcenverbrauch pro BIP steigt.
Was hat es eigentlich mit Extraktivismus und Neokolonialismus in Serbien auf sich? -> hier ein Versuch einer Einordnung.
Kommt gerne zum internationalistischen Camp in Ost-Serbien nächste Woche (Infos auf homoljecamp.noblogs.org), und zur #disruptIAA in München im September <3