Advertisement · 728 × 90
#
Hashtag
#generationXYZ
Advertisement · 728 × 90

Wir nehmen viele Impulse mit, wie wir als kleine Agentur und Gesellschaft die digitale Zukunft aktiv mitgestalten können.
#republica25 #GenerationXYZ #DigitaleZukunft #KIverantwortung #OpenSource #DemokratieStärken

1 0 0 0
Video

Wie viel Aufmerksamkeit braucht #Einsamkeit, wie kann besser darüber aufgeklärt werden und wie tief ist denn jetzt das #bällebad auf der @re-publica.com?

Leider haben wir nur eine der Fragen zufriedenstellend beantworten können. #rp25 #generationxyz

7 1 0 1
Grafik zum Preisanstieg bei bestimmten CO2-Preisen

Grafik zum Preisanstieg bei bestimmten CO2-Preisen

Da sich der Preis der CO2-Zertifikate über Angebot & Nachfrage bildet, können wir alle über das Senken der Nachfrage auch den Preis senken.
#Klimaschutz #rp25 #GenerationXYZ
@paulinebruenger.bsky.social

1 0 1 0
Video

Tag 2 der re:publica - Was hat Digital Streetwork und künstliche Intelligenz mit Einsamkeit und Keinerbleibtallein zu tun?
#Keinerbleibtallein #Einsamkeit #sozialearbeit #rp25 #generationxyz

3 0 0 1

So wie "alterweißer Mann" ein Mindset ist ;) #generationxyz #rp25

1 0 0 0
Heidi Reichinek

Heidi Reichinek

Waffenlieferungen an die Ukraine lehnt sie ab. Wer das will, soll die Grünen wählen.
Heidi Reichinek plädiert für konstruktiven Austausch unter Demokrat*innen.

Das ist es, was wir brauchen!
#rp25 #GenerationXYZ

1 0 0 0
Heidi Reicheneck auf Bühne 1

Heidi Reicheneck auf Bühne 1

Mit Haustürgesprächen das Ohr an den Menschen und deren Sorgen aufgegriffen und stringent im Wahlkampf durchgezogen: Mieten, soziale Ungleichheit…
Das Rezept für den Erfolg der Linken.
@heidireichinnek.dielinkebt.de
#rp25 #GenerationXYZ

1 0 0 0
Republica 2025, Shot von Stage 2, Talkthema: Generation xyz: Digitale Heimaten, digitale Zukünfte

Republica 2025, Shot von Stage 2, Talkthema: Generation xyz: Digitale Heimaten, digitale Zukünfte

(Freies) Zitat Patricia Cammarata, Hinweis auf Elternabend: „Überlegt euch, ob eure Frage für die Hälfte der Anwesenden auch relevant ist.“ 🙃
#rp25 #generationXYZ

2 0 0 0
(Dieser genannte Text steht auf der Rückseite des Tickets)

(Dieser genannte Text steht auf der Rückseite des Tickets)

You aren’t just the age you are.
You are all the ages you ever have been!
#rp25 #generationxyz
#generationw just saying!

1 0 1 0
Klebewand auf der Republica 2025
Geklebt werden kann Mood, auf welcher SoMe-Plattform mensch unterwegs ist.

Klebewand auf der Republica 2025 Geklebt werden kann Mood, auf welcher SoMe-Plattform mensch unterwegs ist.

Zum Aufwärmen 😃
#rp25 #generationXYZ

2 0 0 1
Video

Was in den nächsten drei Tagen auf Euch zukommt und warum die @re-publica.com mittlerweile fast schon fester Bestandteil von #Keinerbleibtallein ist. Ebenso wie das Kompetenznetz #Einsamkeit. Eine kurze Einführung und ein Ausblick. #rp25 #Zivilgesellschaft #generationxyz

4 1 0 0
Vorderseite des Tickets für die diesjährige Republica. Motto der Republica dieses Jahr lautet „Generation XYZ“. So sind auf der Vorderseite die 3 Buchstaben xyz übereinander zu sehen.

Vorderseite des Tickets für die diesjährige Republica. Motto der Republica dieses Jahr lautet „Generation XYZ“. So sind auf der Vorderseite die 3 Buchstaben xyz übereinander zu sehen.

Rückseite des Tickets für die diesjährige Republica. Zu sehen ist der Lageplan in der Station Berlin. Das ist der Veranstaltungsort der Republica. Und dann steht noch folgendes Zitat auf der Rückseite, in Englisch: „You aren‘t just the age you are. You are all the ages you ever have been.“

Rückseite des Tickets für die diesjährige Republica. Zu sehen ist der Lageplan in der Station Berlin. Das ist der Veranstaltungsort der Republica. Und dann steht noch folgendes Zitat auf der Rückseite, in Englisch: „You aren‘t just the age you are. You are all the ages you ever have been.“

Bald geht’s lohooos! Freufreu 🤗
#rp25 #generationxyz
☺️ „You aren‘t just the age you are. You are all the ages you ever have been.“

3 0 0 0

#TechKonzerne die Untersee- und Glasfaserkabeln bis hin zu #Satelliten an sich reißen

Diese Projekte wiederholen nicht nur die koloniale Logik, wie Esther & Abeba schreiben, sondern dem gleichen infrastrukturellen Weg, der in der Zeit des transatlantischen Sklavenhandels entstand.

#GenerationXYZ

0 0 0 0
Screenshot von Artikel, Teil 1 von 2, er beginnt mit einem Foto folgenden Inhalts:

Auf dem Bild ist ein älterer Mann mit vollem weißen Bart und auffälligem Outfit zu sehen. Er trägt eine glitzernde, burgunderrote Jacke und runde, schwarze Sonnenbrillen. In seinen Händen hält er eine große Discokugel. Sein Mund steht offen, als ob er überrascht oder aufgeregt wäre, und um ihn herum wirkt es, als ob Konfetti in der Luft schweben würde. Der Hintergrund ist einheitlich gelb und hebt sich stark von der schillernden Jacke und der funkelnden Discokugel ab.

Der Fototext lautet: “Die Hippie-Jugend der 60er und 70er hatte ähnliche Ansichten wie Vertreter der heutigen Generation Z. FOTO: ADOBE STOCK/ALESSANDRO BIASCIOLI”

Hier beginnt der Text des Artikels:

Generation Schublade

 X, Y, Z, Boomer oder Alpha? Der Sozialforscher Martin Schröder hat nachgeforscht und sagt, das ständige Gerede von Gene
 rationen und ihren vermeintlichen Merkmalen sei nicht viel mehr als Augenwischerei.
 
Von Mathias Bury

 Martin Schröder hat eine Vorliebe dafür, gängige, im öffentlichen Meinungsstreit verankerte Stereotype infrage zu stellen.
 Mit mehreren Büchern hat der in Saarbrücken lehrende Professor der Soziologie in den vergangenen Jahren für
 Aufmerksamkeit, teils auch für Aufregung und sogar Verärgerung gesorgt.
 „Wann sind wir wirklich zufrieden?" hat manche konventionelle Vorstellung zu den Gründen von Lebensglück gegen den
 Strich gebürstet. „Warum es uns noch nie so gut ging und wir trotzdem ständig von Krisen reden" dürfte den Schwarzma-
 lern unter den Gesellschaftskritikern sauer aufgestoßen sein. Und mit dem Buch „Wann sind Frauen wirklich zufrieden?",
 worin Martin Schröder darlegt, dass Frauen heute nicht weniger zufrieden sind als Männer, hat der Soziologe scharfe Atta-
 cken von Feministinnen auf sich gezogen.
 Nun hat sich der empirische Sozialforscher die Generationenforschung vorgenommen, oder besser: das in Medien verbrei-
 tete Bild der Babyboomer, der Generationen X, Y, Z und - seit Neuestem - der Generation Alpha. Wobei Martin Schröder
 gar nicht detailliert auf angebliche Merkmale und Werte eingeht, die den jeweiligen Generationen zugeschrieben werden.
 Also etwa darauf, dass die heute meistdiskutierte Generation Z Fleiß und Erfolg im Beruf eher gering, Work-Life-Balance
 aber besonders hoch schätzt. Ganz anders als die Boomer, die, so wird der Eindruck erweckt, schon immer nur die Arbeit im
 Kopf hatten.
 Der Saarbrücker Soziologe geht grundsätzlicher vor. Als Grundlage für seine Studie dienen ihm die sehr umfangreichen Da-
 ten aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP). Die repräsentative, im jährlichen Rhythmus stattfindende Wiederho-
 lungsbefragung von Privathaushalten mit knapp 85.000 Teilnehmern läuft seit 1984.
 Das Ergebnis ist für alle, die an den Generationen-Effekt glauben, ernüchternd. „Empirisch gibt es keine Generationen. Sie
 sind ein Mythos, kein messbarer Fakt", erklärt Schröder. Dabei gibt der Forscher gar nicht vor, als erster diese Erkenntnis
 gewonnen zu haben. Einige Sozialwissenschaftler, die das Thema behandelten, seien vor ihm darauf gekommen - nur Ge-
 hör fanden sie keines.

Screenshot von Artikel, Teil 1 von 2, er beginnt mit einem Foto folgenden Inhalts: Auf dem Bild ist ein älterer Mann mit vollem weißen Bart und auffälligem Outfit zu sehen. Er trägt eine glitzernde, burgunderrote Jacke und runde, schwarze Sonnenbrillen. In seinen Händen hält er eine große Discokugel. Sein Mund steht offen, als ob er überrascht oder aufgeregt wäre, und um ihn herum wirkt es, als ob Konfetti in der Luft schweben würde. Der Hintergrund ist einheitlich gelb und hebt sich stark von der schillernden Jacke und der funkelnden Discokugel ab. Der Fototext lautet: “Die Hippie-Jugend der 60er und 70er hatte ähnliche Ansichten wie Vertreter der heutigen Generation Z. FOTO: ADOBE STOCK/ALESSANDRO BIASCIOLI” Hier beginnt der Text des Artikels: Generation Schublade X, Y, Z, Boomer oder Alpha? Der Sozialforscher Martin Schröder hat nachgeforscht und sagt, das ständige Gerede von Gene rationen und ihren vermeintlichen Merkmalen sei nicht viel mehr als Augenwischerei. Von Mathias Bury Martin Schröder hat eine Vorliebe dafür, gängige, im öffentlichen Meinungsstreit verankerte Stereotype infrage zu stellen. Mit mehreren Büchern hat der in Saarbrücken lehrende Professor der Soziologie in den vergangenen Jahren für Aufmerksamkeit, teils auch für Aufregung und sogar Verärgerung gesorgt. „Wann sind wir wirklich zufrieden?" hat manche konventionelle Vorstellung zu den Gründen von Lebensglück gegen den Strich gebürstet. „Warum es uns noch nie so gut ging und wir trotzdem ständig von Krisen reden" dürfte den Schwarzma- lern unter den Gesellschaftskritikern sauer aufgestoßen sein. Und mit dem Buch „Wann sind Frauen wirklich zufrieden?", worin Martin Schröder darlegt, dass Frauen heute nicht weniger zufrieden sind als Männer, hat der Soziologe scharfe Atta- cken von Feministinnen auf sich gezogen. Nun hat sich der empirische Sozialforscher die Generationenforschung vorgenommen, oder besser: das in Medien verbrei- tete Bild der Babyboomer, der Generationen X, Y, Z und - seit Neuestem - der Generation Alpha. Wobei Martin Schröder gar nicht detailliert auf angebliche Merkmale und Werte eingeht, die den jeweiligen Generationen zugeschrieben werden. Also etwa darauf, dass die heute meistdiskutierte Generation Z Fleiß und Erfolg im Beruf eher gering, Work-Life-Balance aber besonders hoch schätzt. Ganz anders als die Boomer, die, so wird der Eindruck erweckt, schon immer nur die Arbeit im Kopf hatten. Der Saarbrücker Soziologe geht grundsätzlicher vor. Als Grundlage für seine Studie dienen ihm die sehr umfangreichen Da- ten aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP). Die repräsentative, im jährlichen Rhythmus stattfindende Wiederho- lungsbefragung von Privathaushalten mit knapp 85.000 Teilnehmern läuft seit 1984. Das Ergebnis ist für alle, die an den Generationen-Effekt glauben, ernüchternd. „Empirisch gibt es keine Generationen. Sie sind ein Mythos, kein messbarer Fakt", erklärt Schröder. Dabei gibt der Forscher gar nicht vor, als erster diese Erkenntnis gewonnen zu haben. Einige Sozialwissenschaftler, die das Thema behandelten, seien vor ihm darauf gekommen - nur Ge- hör fanden sie keines.

Screenshot von Artikel, Teil 2

Doch warum bestreitet Schröder, dass die Einstellung von Menschen beziehungsweise von größeren Menschengruppen
 entscheidend von ihrem Geburtsjahr geprägt ist? Man könnte sagen: weil die Autoren, die das behaupten, Umfragedaten
 nur oberflächlich und unreflektiert behandeln und zwei wesentliche Faktoren nicht berücksichtigen - den Alterseffekt und
 den Periodeneffekt.
 Der Erste lässt sich am Beispiel der Einstellung zur Arbeit erläutern: Junge Leute denken anders über die Arbeit als ältere,
 unabhängig davon, wann sie geboren wurden. „Zu sagen, dass 18-Jährige anders über Arbeit denken als 40-Jährige, sagt
 noch nichts über Generationen aus, sondern nur über Alt und Jung", betont Schröder. Hätte man also den Mitte der 1950er-
 Jahre geborenen Boomer, der in seiner Jugend in den 60er und 70er Jahren vielleicht eine Hippiezeit durchlebt hat, damals
 befragt, wäre das Ergebnis vermutlich nicht viel anders ausgefallen als bei Vertretern der Generation Z heute. Der Hoch-
 schullehrer spricht vom „Effekt unterschiedlicher Lebensphasen".
 Noch ausgeprägter wirkt sich der Periodeneffekt aus. Dieser lässt sich so charakterisieren: „Wir denken heute alle anders
 als früher." In der heutigen Zeit wollen einfach alle weniger arbeiten als vor Jahrzehnten. Das gilt keineswegs nur für die
 immer noch recht jungen Vertreter der Generation Z, sondern auch für die Boomer (die womöglich gerade deshalb in gro-
 ßer Zahl vorzeitig in Rente gehen). Hier schlage der „Effekt des historischen Zeitgeistes" zu Buche. Und der betreffe „alle
 gleichermaßen", so der Soziologieprofessor, „unabhängig davon, wann man geboren wurde und zu welcher Generation man
 gehört".
 Mit Generationenzugehörigkeit habe das recht wenig zu tun, hat Martin Schröder bei seinen statistischen Untersuchungen
 festgestellt. Dabei rechnet er neben dem Alterseffekt auch den Periodeneffekt aus vorliegenden Ergebnissen einfach
 heraus. Schröder hat dies bei verschiedenen Fragestellungen durchexerziert, neben der Bedeutung von Arbeit und berufli-
 chem Erfolg etwa auch zur Sorge um die wirtschaftliche Entwicklung sowie zur Wichtigkeit, ein eigenes Haus zu haben oder
 politisch engagiert zu sein. Stets mit der gleichen Schlussfolgerung: „Fragt man vermeintliche Generationen zur selben
 Zeit und im selben Alter, denken sie fast genau gleich." Was aber freilich nicht bedeute, dass es zwischen den Generationen
 in solchen Fragen überhaupt keine Unterschiede gäbe. Nur seien diese statistisch derart gering, dass sie im Verhältnis zu
 den weitaus stärkeren Effekten der Lebensphasen und des Zeitgeistes kaum ins Gewicht fielen.
 Besonders eklatant sei dies im Falle der Einstellung zum Klimawandel. Betrachte man die Entwicklung nur nach den
 Geburtsjahren, zeige die Kurve, „dass eine Generation nach der nächsten viel besorgter über den Klimawandel wirkt". Ver-
 gleiche man aber die „Antworten, die zur selben Zeit gegeben wurden, sieht man sogar, dass die früher geborenen 68er sich
 mehr Sorgen aufgrund der Klimawandelfolgen machen als die sogenannte Generation Z".
 Und warum hält sich nun der Glaube derart hartnäckig, dass die Generationenzugehörigkeit die Mentalität so tief präge?
 Zum einen mögen die Medien diese Generationengeschichten, auch wenn sie damit ein falsches gesellschaftliches Bild
 erzeugen. Dieses Interesse werde auch gerne erfüllt von „selbst ernannten Jugendforschern und Generationenverstehern,
 die mit dieser Behauptung Geld verdienen".
 Dass diese Annahmen den Mediennutzern so plausibel vorkommen, lässt sich ebenfalls schnell erklären: Man nimmt
 „einige wenige Aktive" und stellt sie exemplarisch für eine ganze Generation (68er, Klimakleber) heraus. Dabei handle es
 sich aber „allenfalls um Milieus innerhalb von Generationen", erklärt Martin Schröder. Diese Verallgemeinerungen sind der
 vermutlich häufigste Fehler bei der Beschreibung eines so komplexen Phänomens wie der Gesellschaft: Man nimmt einfach
 einen Teil für das Ganze.

Screenshot von Artikel, Teil 2 Doch warum bestreitet Schröder, dass die Einstellung von Menschen beziehungsweise von größeren Menschengruppen entscheidend von ihrem Geburtsjahr geprägt ist? Man könnte sagen: weil die Autoren, die das behaupten, Umfragedaten nur oberflächlich und unreflektiert behandeln und zwei wesentliche Faktoren nicht berücksichtigen - den Alterseffekt und den Periodeneffekt. Der Erste lässt sich am Beispiel der Einstellung zur Arbeit erläutern: Junge Leute denken anders über die Arbeit als ältere, unabhängig davon, wann sie geboren wurden. „Zu sagen, dass 18-Jährige anders über Arbeit denken als 40-Jährige, sagt noch nichts über Generationen aus, sondern nur über Alt und Jung", betont Schröder. Hätte man also den Mitte der 1950er- Jahre geborenen Boomer, der in seiner Jugend in den 60er und 70er Jahren vielleicht eine Hippiezeit durchlebt hat, damals befragt, wäre das Ergebnis vermutlich nicht viel anders ausgefallen als bei Vertretern der Generation Z heute. Der Hoch- schullehrer spricht vom „Effekt unterschiedlicher Lebensphasen". Noch ausgeprägter wirkt sich der Periodeneffekt aus. Dieser lässt sich so charakterisieren: „Wir denken heute alle anders als früher." In der heutigen Zeit wollen einfach alle weniger arbeiten als vor Jahrzehnten. Das gilt keineswegs nur für die immer noch recht jungen Vertreter der Generation Z, sondern auch für die Boomer (die womöglich gerade deshalb in gro- ßer Zahl vorzeitig in Rente gehen). Hier schlage der „Effekt des historischen Zeitgeistes" zu Buche. Und der betreffe „alle gleichermaßen", so der Soziologieprofessor, „unabhängig davon, wann man geboren wurde und zu welcher Generation man gehört". Mit Generationenzugehörigkeit habe das recht wenig zu tun, hat Martin Schröder bei seinen statistischen Untersuchungen festgestellt. Dabei rechnet er neben dem Alterseffekt auch den Periodeneffekt aus vorliegenden Ergebnissen einfach heraus. Schröder hat dies bei verschiedenen Fragestellungen durchexerziert, neben der Bedeutung von Arbeit und berufli- chem Erfolg etwa auch zur Sorge um die wirtschaftliche Entwicklung sowie zur Wichtigkeit, ein eigenes Haus zu haben oder politisch engagiert zu sein. Stets mit der gleichen Schlussfolgerung: „Fragt man vermeintliche Generationen zur selben Zeit und im selben Alter, denken sie fast genau gleich." Was aber freilich nicht bedeute, dass es zwischen den Generationen in solchen Fragen überhaupt keine Unterschiede gäbe. Nur seien diese statistisch derart gering, dass sie im Verhältnis zu den weitaus stärkeren Effekten der Lebensphasen und des Zeitgeistes kaum ins Gewicht fielen. Besonders eklatant sei dies im Falle der Einstellung zum Klimawandel. Betrachte man die Entwicklung nur nach den Geburtsjahren, zeige die Kurve, „dass eine Generation nach der nächsten viel besorgter über den Klimawandel wirkt". Ver- gleiche man aber die „Antworten, die zur selben Zeit gegeben wurden, sieht man sogar, dass die früher geborenen 68er sich mehr Sorgen aufgrund der Klimawandelfolgen machen als die sogenannte Generation Z". Und warum hält sich nun der Glaube derart hartnäckig, dass die Generationenzugehörigkeit die Mentalität so tief präge? Zum einen mögen die Medien diese Generationengeschichten, auch wenn sie damit ein falsches gesellschaftliches Bild erzeugen. Dieses Interesse werde auch gerne erfüllt von „selbst ernannten Jugendforschern und Generationenverstehern, die mit dieser Behauptung Geld verdienen". Dass diese Annahmen den Mediennutzern so plausibel vorkommen, lässt sich ebenfalls schnell erklären: Man nimmt „einige wenige Aktive" und stellt sie exemplarisch für eine ganze Generation (68er, Klimakleber) heraus. Dabei handle es sich aber „allenfalls um Milieus innerhalb von Generationen", erklärt Martin Schröder. Diese Verallgemeinerungen sind der vermutlich häufigste Fehler bei der Beschreibung eines so komplexen Phänomens wie der Gesellschaft: Man nimmt einfach einen Teil für das Ganze.

Soziologieprofessor Martin Schröder widerspricht den Theorien, dass Einstellung zu Themen von der Zugehörigkeit zu Generationen abhinge. Lesenswert!

“Die Hippie-Jugend der 60er und 70er hatte ähnliche Ansichten wie Vertreter der heutigen Generation“

© Die Rheinpfalz am Sonntag
#GenerationXYZ

3 0 0 0