Jüdische Geschichte(n) in der DDR - Ein Interviewportal Die Geschichte von Jüdinnen und Juden in der DDR ist in den letzten Jahren aus vielerlei Gründen auf vielfältiges Interesse gestoßen. Dass es sich bei dem sozialistischen Gemeinwesen um ein zumindest politisch abgeschlossenes Kapitel deutscher Geschichte handelt, mag einer solchen Befragung zuträglich sein. Stärker dürften indes die Geschichtserfahrungen von Jüdinnen und Juden selbst wiegen, die einen neuen und in verschiedener Hinsicht komplexen Blick auf den deutschen Teilstaat werfen lassen. Ausgehend von einer Sammlung des MMZ von zahlreichen Interviews mit Jüdinnen und Juden aus der DDR sollen im Rahmen eines Forschungsprojekts deren Erfahrungen, Perspektiven und Selbstverständnisse rekonstruiert und damit ein neuer Blick auf die DDR gewonnen werden. Projektbegleitend erschließt und präsentiert das Online-Angebot ddr.juedische-geschichte-online.net die am Moses Mendelssohn Zentrum befindlichen umfassenden Interviewsammlungen mit Jüdinnen und Juden aus der DDR. Derzeit werden Interviews aus den folgenden drei Sammlungen bearbeitet: Interviews zum Dokumentarfilm „Chronik einer Rückkehr – Lebenswege Deutscher Juden in der DDR“ (Martin Pátek, Jeffrey M. Peck und John Borneman; 1989–1991) sowie dem Buch „Sojourners: The Return of German Jews and the Question of Identity“ (John Borneman, Jeffrey M. Peck; 1995) Interviewsammlung „Zweite Generation/Westexil“ (Micha Brumlik und Irene Diekmann; 2011–2012) Interviewsammlung Wolfgang Herzberg (2012–2015 für das LBI in New York durchgeführt) Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie auf der dazugehörigen Homepage: https://ddr.juedische-geschichte-online.net/
Im Rahmen des Netzwerktreffens Oral History 2026 (26.–27. März) am Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wurde das Projekt „Jüdische Geschichte[n] in der DDR“ vorgestellt. Weitere Informationen finden Sie im Alt-Text des Bildes.
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