Jede Stunde zählt
Wir
müssen
weniger
arbeiten!
Warum es nicht reicht,
den 8-Stunden-Tag zu verteidigen
und wir uns nicht auf Parteien
verlassen werden.
FAU
Jede Stunde zählt!
Wir kämpfen gemeinsam für mehr Freizeit! Die geplante Abkehr vom Acht-Stunden-Tag abzuwehren ist ein Anfang, aber noch lange nicht das Ziel: Wir müssen weniger arbeiten!
Die Obrigkeit hingegen will, dass wir mehr arbeiten: "Wir müssen in diesem Land wieder mehr und vor allem effizienter arbeiten", äußerte der Chef der Bundesregierung Friedrich Merz. Das Lamento fand umgehend Einzug in erklärtes Regierungshandeln: Laut dem Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD, beschlossen im April 2025, soll eine wöchentliche Höchstarbeitszeit den Acht-Stunden-Tag ablösen.
Aber nicht nur diese beiden Parteien sind das Problem- keine Partei wird jemals unsere Interessen, die Interessen von Arbeiter* innen, vertreten.
Wir sind überzeugt: Selbst wenn eine andere Partei an die Macht käme, die sich linker als die SPD gibt, könnten wir uns nicht darauf verlassen, dass sie irgendwelche Verbesserungen durchsetzt. Schon in der Organisationsform der Partei liegt die Akzeptanz der momentanen Herrschaftsverhältnisse und auch das Versprechen von Reformen „für uns" anstatt ein gemeinsames Erkämpfen von Veränderungen ist Teil des Problems. Jedes noch so hehre Wahlversprechen muss früher oder später an der "ReaIpoIitik" und Kompromissen mit den Kapitalbesitzenden scheitern, ganz zu schweigen davon, dass unser eigentliches Ziel, die Abschaffung von Staat und
Kapitalismus, von vorneherein nicht einmal zur ,demokratischen Debatte" steht.
Am schwersten wiegt jedoch, dass niemand mehr über sozialen Fortschritt spricht, so dass selbst diese Wortkombination inzwischen regelrecht befremdet. Der Acht-Stunden-Tag war 1918 echter, spürbarer sozialer Fortschritt für Millionen Arbeiter*innen. Selbst die Fünf-Tage- bzw. 40-Stunde-Woche (1965) und die 35-Stunden-Woche, für die in den neunziger Jahren gekämpft wurde, knüpften daran noch an.
Wir als Freie Arbeiter* innen-Union wehren uns entschieden gegen die schrittweise Verschlechterung unserer Lebenssituation und setzen uns höhere Ziele. Um sie zu erreichen, müssen wir uns gewerkschaftlich organisieren.
Es ist gut, weniger arbeiten zu müssen. Es eröffnet Möglichkeiten zur Erholung, zur Pflege- und Sorgearbeit, zur Bildung und natürlich zur politischen Organisation. Es ist gesund, macht fröhlich und wirkt belebend. Außerdem werden durch weniger Arbeit auch Ressourcen und damit die Umwelt geschont. Es bedarf keiner weiteren Begründung, weniger arbeiten zu wollen; vielmehr besteht der Bedarf nach Rechtfertigung auf Seiten derer, die Mehrarbeit fordern. Das was uns die Kapitalseite in dieser Hinsicht jedoch auftischt, ist unverschämt und rundweg abzulehnen.
(Presse)anfragen nehmen die Koordinator*innen der Kampagne ebenso wie Beteiligungswünsche, Ideen oder Anregungen entgegen unter:
jede-stunde-zaehlt@fau.org
❤️🖤„Jede Stunde zählt “ ✊Flyer
Wir müssen weniger arbeiten!
📣 @faufreiburg.bsky.social
ruft zur Mitwirkung u Teilnahme an der Kampagne gegen Angriffe auf den 8-Stunden-Tag auf
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