Zu sehen ist das Porträtgemälde des pietistischen Theologen Friedrich Christoph Oetinger von Georg Adam Eger aus dem Jahr 1775. Der im Einzelporträt offerierte Bildausschnitt des Theologen zeigt ihn als Halbfigur im Dreiviertelprofil. Oetinger ist in einen schwarzen Talar gekleidet, dem klassischen liturgischen Kleidungsstück bzw. seiner Amtstracht. Deutlich erkennbar ist das sogenannte Beffchen, ein seit dem 17. Jahrhundert am Halsausschnitt getragenes, 10 bis 15 cm langes, rechteckiges, weißes Leinenstück. Seine linke Hand stützt sich auf ein aufrechtstehendes, schwarzgebundenes Buch, dessen Buchschnitt am oberen und unteren Rand Verzierungen aufweist. Ein Schreibutensil ruht in seiner rechten Hand. Ein Tischglobus ist ebenso zu sehen. In der Bildkomposition dominieren dunkle Farben, so etwa der dunkelbraune Hintergrund, der in dem schulterlangen, leicht gewellten Haar Oetingers nahezu seine Fortsetzung findet bis hin zum raumgreifenden Schwarz des Talars.
#OTD 1782: In Erinnerung an 243. Todestag von Friedrich Christoph Oetinger - Vertreter des württembergischen Pietismus, Theosoph und Naturforscher. Er beeinflusste Autoren und Philosophen, so bspws. #Wieland, #Herder, #Goethe, #Schiller, #Hölderlin, #Hegel oder #Hesse.