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#Sprachwissenschaft
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Anfang des Monats trafen sich die Mitglieder des #grk2700 zu einem Plenumstag. Die erste Förderperiode wurde reflektiert und es entstanden neue Impulse für die weitere Arbeit im Kolleg.

#sprachwissenschaft #linguistik

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Original post on openbiblio.social

"Epic Fury and the branding of war"
lexipedian.substack.com/p/epic-fury-and-the-bran...
"The story of how military operations are named, and why it matters" by Joshua Blackburn
#linguistics #onomastics #names #wars
#sprachwissenschaft #linguistik #namenkunde #benennungsprinzipien […]

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Ententes DEC-BAC en linguistique et en sociologie | UQAM Des passerelles favorisant le passage harmonieux du collégial à l’université sont réalisées avec le Cégep Édouard-Montpetit et le Cégep de Rosemont.

✅ Nouvelle entente passerelle DEC-BAC en linguistique avec le Cégep Édouard-Montpetit ! 💬🗣️

#linguistique #langues #langage #langue #français #langagehumain #languesdumonde #linguistics #linguistica #sprachwissenschaft #science #scienceshumaines  
#langsky @uqam.ca @sc-humainesuqam.bsky.social

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Neue Wörter von gestern schon heute: Der „Neue-Wörter-Bot“ auf Mastodon Beitragsbild Schon von „OpenClaw“ gehört? Das ist eine Software, mit der man persönliche KI-Agenten programmieren kann, die dann auf Basis eines Large Language Models vielfältige Aufgaben völlig autonom erledigen können. So kann der KI-Helfer zum Beispiel den persönlichen Kalender managen, Dokumente (oder sogar Gespräche) zusammenfassen, Business-Ideen entwickeln, den persönlichen Mailverkehr übernehmen, eigenen Code schreiben und vieles mehr. Doch darum soll es hier gar nicht gehen – auch nicht um die enormen potentiellen Sicherheitsrisiken, die all das birgt. Hier interessiert mich vielmehr, dass zumindest in der deutschsprachigen Online-Presse-Landschaft vor dem 31. Januar 2026 noch niemand von OpenClaw gehört hat, das Wort seitdem aber in aller Munde ist. Und dabei ist es nicht allein: Immer wieder treten technische Neuerungen, gesellschaftliche Phänomene oder politische Ereignisse ins Schlaglicht, von denen wir noch nie gehört oder gelesen haben – zumindest nicht in diesen Worten. Und genau darum soll es hier gehen: neue Wörter (oder genauer: Wortformen), die „neu“ sind, so also noch nie beobachtet wurden. Diese neuen Wortformen findet der „Neue-Wörter-Bot“, den ich für das föderierte soziale Netzwerk Mastodon programmiert habe. Jeden Tag postet der Neue-Wörter-Bot 15 teils zufällig ausgewählte Wörter, die er am Tag zuvor zum ersten Mal in 13 deutschsprachigen RSS-Feeds gefunden hat (zur Datengrundlage habe ich vor einiger Zeit etwas auf Lingdrafts geschrieben). Neben den fünf am häufigsten erwähnten Wörtern werden fünf komplett zufällig ausgewählte sowie fünf weitere ohne Bindestrich (wieso?) präsentiert. Da sind dann so illustre Dinge dabei wie der _Entschleimer_, die _Spinosaurus-Kontroverse_ oder _Schneesehnsüchte_. Hier möchte ich vorstellen, wie der Bot das genau macht, aufgrund welcher Datenbasis er „entscheidet“, welche Wortformen wirklich neu sind, und warum wir besser von „Wortformen“ (oder sogar besser von „Zeichenketten“) und nicht von Wörtern sprechen sollten, wenn wir uns anschauen, was der Bot so zu Tage fördert. Doch zunächst sollten wir dieses kleine Projekt in den Kontext rücken, denn die Idee ist beileibe keine neue! Bevor wir einsteigen, kann ich aber versichern: Der Neue-Wörter-Bot hat zwar mit Sprache zu tun, ist aber definitiv kein Large Language Model und erst recht kein autonomer KI-Agent – das wird auch recht schnell klar, wenn man in den eigentlich recht einfachen und nicht sehr umfangreichen Code schaut. **Neue Wörter anderswo****** Der Platzhirsch unter den Neue-Wörter-Bots ist wohl der überaus beliebte Bot „New York Times first said“, der inzwischen auf Bluesky fleißig Wörter postet, wenn sie zum ersten Mal in der großen US-amerikanischen Zeitung erscheinen. So schöne Wörter wie _nonbingeable_ oder _bananathon_ lassen sich dort entdecken. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt Marcel Schneuer mit seinem Bot „Bundestag First Said“: Auch hier wird gezielt eine Textsorte (hier eben Bundestagsdebatten) nach neuen Wörtern durchforstet. Da ist dann zum Beispiel von _Traglastüberschreitungen_ und _Kapitalmarktstandortkompetenz_ die Rede – aber auch von ganz alltäglich anmutenden Dingen wie der _Zuckerpackung_. Schon über ein Vierteljahrhundert ist die „Wortwarte“ von Lothar Lemnitzer alt, die inzwischen im Projekt „Wortwarte Reloaded“ aufgegangen ist. In die Wortwarte geht mehr manuelle Aufbereitungsarbeit ein als bei den zuvor zitierten Social-Media-Bots, so wird bspw. auch die Wortart und (bei Nomen) das Genus mit angegeben. Das _Web-Design_ ist ein wahrer blast from the past ebenso wie das Verb _verlinken_. Auch die inzwischen berühmt berüchtigten _Sprachnachrichten_ wurden wie die beiden zuvor genannten Wörter im September 2020 zuerst von der Wortwarte verzeichnet. Interessant dabei: _Sprachnachrichten_ sind damals noch mit dem Zusatz „pluraletantum?“ gekennzeichnet – fast 26 Jahre später können wir wohl mit Sicherheit sagen, dass es auch die einzelne _Sprachnachricht_ gibt. **Wörter, Wortformen und Zeichenketten** Eigentlich sucht der Bot ganz einfach nur nach neuen Zeichenketten, die zwischen zwei Leerzeichen stehen. Diese Zeichenketten werden dann komplett in Kleinschreibung überführt (aus _Bots!_ wird _bots!_), und es werden noch Satzzeichen entfernt (aus _bots!_ wird _bots_). Der Wortbegriff wurde in der Sprachwissenschaft schon erstaunlich oft hoch- und runterdiskutiert, und evtl. entsprechen einige der so gefundenen Zeichenketten nicht dem intuitiven Verständnis von „Wort“. _Bots_ ist bspw. die Mehrzahl von _Bot_ (und könnte somit auch diesem Wort zugeschlagen werden). Bei Verben gibt es noch viel mehr dieser Flexionsformen, aber auch hier schlägt der Bot die am 14. Februar 2026 gefundene Form _gemoggt_ nicht dem Infinitiv _moggen_ zu, weil keine sog. Lemmatisierung stattfindet. Wir müssen also klar konstatieren: Der Neue-Wörter-Bot findet im besten Falle neue Wort**formen** , von denen nicht jede unbedingt ein neues **Wort** ist. In diesem Post ist jedes Vorkommen von „Wort“ also als „Wortform“ gemeint, und eigentlich sucht der Bot nach Zeichenketten zwischen Leerzeichen. **Und wie funktioniert das?** Will man neue Wortformen identifizieren, braucht man immer mindestens zwei Arten von Datensätzen: Alte Wörter und jeden Tag eine bestimmte Menge an Text, die nach neuen Wörtern durchsucht wird. An einem bestimmten Tag X wird dann nachgeschaut, welche Wörter in den neuen Texten **nicht** auf der Liste der alten Wörter stehen. Diese neuen Wörter an Tag X gehen dann ab dem nächsten Tag X+1 in die Liste alter Wörter ein, zählen ab dann also als „bereits gesehen“. Die Liste der alten Wörter wächst somit von Tag zu Tag. Wenn man diese Prozedur lange genug durchhält, könnte man denken, dass irgendwann keine neuen Wörter mehr dazukommen, weil jedes mögliche Wort bereits beobachtet wurde. **Abbildung 1** : Linkes Diagramm: Anzahl aller Wortformtypes pro Tag (rot) und Anzahl der neuen Wortformtypes pro Tag (blau). Achtung: Die _y_ -Achse ist logarithmisch. Für Wochenenden ist das Punktsymbol ein Dreieck, für alle anderen Wochentage ein Punkt. Rechtes Diagramm: Anteil (%) aller neuen Wortformtypes pro Tag. Wochenenden sind hier über dunklere Punkte hervorgehoben. Doch das ist nicht der Fall, wie wir in den Abbildungen 1 und 2 sehen. Die Anzahl noch nie beobachteter Wörter (blaue Linie in der linken Abbildung) schwankt zwar ein wenig, nimmt aber (noch) nicht deutlich ab. Im bisherigen Beobachtungszeitraum vom 12. Januar bis zum 24. Februar 2026 kamen im Schnitt 188 Wörter jeden Tag hinzu. In der rechten Abbildung ist der Anteil neuer Wortformen an allen Wortformen pro Tag abgetragen. Durchschnittlich wurden jeden Tag ca. 1,1 Prozent aller beobachteten Wortformen noch nie vorher beobachtet. Die gestrichelte blaue Anpassungslinie zeigt zwar leicht nach unten, der zugrundeliegende Regressionstest zeigt aber (noch) keinen signifikanten zeitlichen Effekt an (_t_ = -0,22; _p_ = 0,83). Rechnet man den Wochenend-Effekt (also die Varianz in den Daten, die einzig dadurch entsteht, dass ein gemessener Datenpunkt am Wochenende entstand oder nicht) heraus, kehrt sich der numerische Zusammenhang sogar um, ist aber weit davon entfernt, statistisch signifikant zu sein (_t_ = 0,24; _p_ = 0,81). Doch zurück zur Funktionsweise: Die Ausgangsliste alter Wortformen enthielt zu Beginn der Datensammlung durch den Bot ca. 39 Millionen Wortformen (ebenfalls alle in Kleinschreibung). Diese habe ich aus DeReKoGram extrahiert, einer sehr großen Frequenzliste, die auf dem Deutschen Referenzkorpus (DeReKo) basiert. Zudem enthält diese Liste alle Wortformen, die in den RSS-Feeds vom 1. Januar 2020 bis zum 10. Januar 2026 gesammelt wurden. Seit dem 12. Januar 2026 (dem Beginn der Datensammlung, der Bot fing etwas später an zu posten) sind dann noch 8.806 neue Wortformen von der täglichen Sammlung hinzugekommen (Stand: 24. Februar 2026). Nun sammelt der Bot jeden Tag fleißig die neuesten RSS-Feeds, gleicht alle Wörter mit den bekannten Wörtern ab, woraus die tägliche Liste der neuen Formen entsteht. Aus dieser wählt der Bot dann die oben angesprochenen 15 zum Posten aus. Man könnte meinen, dieser Prozess ist komputational sehr aufwendig, aber tatsächlich ist das eine Sache von ein paar Minuten auf einem relativ neuen Raspberry Pi 5. Das liegt auch daran, dass die Liste der alten Wörter „nur“ ca. 640 Megabyte groß ist. **Und was sind jetzt „interessante“ Wörter?** Bei weitem nicht jedes Wort, das der Bot findet, ist interessant. Eine Regel, die ich ihm ganz frisch „beigebracht“ habe, besagt, dass nur Zeichenketten beachtet werden sollen, in denen mehr Buchstaben als Zahlen vorkommen. Dadurch werden zum Beispiel Typenbezeichnungen aus Produkttests aussortiert (z.B. _6351b_). Doch das reicht natürlich nicht aus, um Wörter zu finden, die über einen längeren Zeitraum hinweg vielleicht ihren Eingang in die deutsche Sprache finden. Um das herauszufinden, läuft die Datensammlung auch noch nicht lange genug. Trotzdem können wir zumindest testweise ein paar Kriterien der „Interessantheit“ aufstellen. Dabei geht es bisher insbesondere darum, an wie vielen Tagen eine als neu identifizierte Zeichenkette aufgetaucht ist. **Abbildung 2** : Die 25 Wortformen, die im bisherigen Datensatz an den meisten Tagen belegt sind. Das Datum ist auf der _x_ -Achse abgetragen. Graue Kästchen bedeuten, dass die Wortform an diesem Tag nicht belegt ist. Je dunkelgrüner ein Kästchen eingefärbt ist, desto häufiger war die entsprechende Wortform an diesem Tag belegt. Abbildung 2 zeigt die aktuellen Top-25 dieser Statistik, und dort begegnet uns auf Platz 1 wieder _openclaw_ , das seit dem 31. Januar 2026 fast durchgängig belegt ist. Nicht unter den Top-25 sind hingegen Komposita, in denen _openclaw_ enthalten ist, nämlich _openclaw-bot_ , _-entwickler_ , _-erfinder_ , _-erfinders_ , _-instanzen_ und _-ki_. Ebenfalls interessant:_moltbook_ und _reddit-klon_ bezeichnen dasselbe „Ding“. Moltbook wird in Erklärungen oft als Reddit-Klon für KI-Agenten beschrieben. Diese beiden Formen tauchen also oft gemeinsam in einem Text auf. In Abbildung 2 sieht man das nur daran, dass die Tage, an denen die Wortformen beobachtet wurden, sich stark überschneiden. Dass zu den letzten Nennungen von _moltbook_ **nicht** mehr _reddit-klon_ auftaucht, könnte darauf hindeuten, dass Moltbook von den Journalist*innen inzwischen als so bekannt vorausgesetzt wird, dass es nicht weiter erklärt zu werden braucht. Solcherlei Überschneidungen deuten aber auf methodischer Ebene darauf hin, dass eine gezielte Analyse des gemeinsamen Auftretens von Wörtern in **Texten** durchaus interessant sein könnte, um mehr solcher Muster zu finden. Dass nämlich ein bloßes gemeinsames Auftreten an den gleichen **Tagen** nicht ausreicht, macht das Wortpaar _deranque_und _(groß)glockner-prozess_ deutlich: Die zeitliche Überschneidung ist hier rein zufällig. In der Zukunft wird es interessant sein zu sehen, welche Kriterien sich noch finden lassen, um den „Interessantheitsgrad“ von Wörtern unter linguistischer Perspektive besser einschätzen zu können. Ein Kandidat für so ein Maß wäre bspw. auch die Verbreitung über möglichst viele Quellen hinweg. Auch eine Zergliederung der gefundenen Zeichenketten (wir sehen ja in Abbildung 2 schon recht gut, dass es fast ausschließlich um Komposita handelt) könnte interessant sein, denn an den Beispielen _grönlandkrise_ und _grönland-konflikt_ oder _bw-wahl_ und _bw-landtagswahl_ sieht man schon recht gut, dass häufig unterschiedliche Kompositabildungen für die Bezeichnung gleicher Phänomene genutzt werden. Tatsächlich sind im Datensatz 108 Wortformen enthalten, die mit _grönland_ beginnen. Natürlich bezeichnen nicht alle davon direkt den Konflikt, aber es sind auch _grönland_ – _schock_ , – _szenario_ , – _streit_ , – _sache_ , – _showdown_ , – _handelskonflikt_ , – _turbulenzen_ sowie einige andere (mal mit, mal ohne koppelnden Bindestrich) in dieser Liste enthalten, die mehr oder weniger direkt den Konflikt als solches bezeichnen. Jetzt wünsche ich erstmal viel Spaß mit dem Neue-Wörter-Bot. Ich bin selbst gespannt, welche neuen Wörter er noch so findet. * * * Nur der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International nutzbar. Alle anderen Elemente (Abbildungen, importierte Anhänge) sind „Alle Rechte vorbehalten“, sofern nicht anders angegeben. * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Sascha Wolfer (25. Februar 2026). Neue Wörter von gestern schon heute: Der „Neue-Wörter-Bot“ auf Mastodon. _Linguistische Werkstattberichte_. Abgerufen am 26. Februar 2026 von https://doi.org/10.58079/15rk4 * * * * * * * *

"Neue Wörter von gestern schon heute: Der „Neue-Wörter-Bot“ auf Mastodon": @neuewoerter_bot
zum Hintergrund: https://lingdrafts.hypotheses.org/2972
#KI #Linguistik #Sprachwissenschaft #Mastodon

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Ihr findet uns noch bis morgen auf der 48. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft an der Universität Trier. Schaut gerne an unserem Büchertisch vorbei! 📚🤩

#narrfranckeattempto #vernarrtinwissen
#Sprachwissenschaften #Sprachwissenschaft #dgfs2026

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Der Untergang der Regensburger Sprachinsel Elisabeth Wellner von der Universität Passau dekonstruiert die Vorstellung von der Regensburger Sprachinsel. Foto: Grafenstein Die Regensburger Sprachinsel ist ein etabliertes Bild, um die dialekta…

Elisabeth Wellner dekonstruiert die Vorstellung von der Regensburger #Sprachinsel. #Germanistik #Sprachwissenschaft #Dialekt #Bairisch grafenstein.wordpress.com/2026/02/23/d...

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Viele behaupten, Sprachwissenschaftler brauche kein Mensch. Germanisten, Anglisten, Linguisten – brotlose Kunst. Was will man mit denen?

Nun ja.

Am Samstag hat der US-Außenminister in München eine Rede gehalten, in der er 500 Jahre Kolonialismus als zivilisatorische Glanzleistung feierte, anti-koloniale Befreiung als Anfang vom Untergang beklagte und das US-Außenministerium anschließend ein Sharepic mit dem Satz veröffentlichte: „We do not want allies to be shackled by guilt and shame.”

Der Saal gab Standing Ovations. Deutschlands Außenminister nannte den Mann danach „a true partner”. Der Verteidigungsminister fand den Ton „beruhigend”.

Ich bin Germanistin. Ich habe die Rede beim ersten Hören verstanden. Nicht weil ich klüger bin als ein Minister. Sondern weil es mein Beruf ist, Sprache zu lesen – nicht nur die Worte, sondern was dahinter steht. Subtext. Konnotation. Framing. Das, was zwischen den Zeilen passiert, während man noch das Wort „Zivilisation” verdaut.

Sprachwissenschaftler werden darauf trainiert, genau das zu hören, was der Sprecher sagen will, ohne es auszusprechen. Wir hören, wenn jemand „Erbe” sagt und „Überlegenheit” meint. Wir hören, wenn jemand „Erneuerung” sagt und „Revision” meint. Wir hören, wenn jemand „Schuld und Scham” sagt und damit die Erinnerungskultur eines ganzen Kontinents zur Disposition stellt.

Es gibt Dolmetscher in diesen Delegationen. Es gibt Redenschreiber. Es gibt sicherheitspolitische Berater, wirtschaftspolitische Berater, militärische Berater.

Aber gibt es jemanden, der im Saal sitzt und in Echtzeit sagt: „Achtung. Der hat gerade den westlichen Kolonialismus als goldenes Zeitalter verkauft. Nicht klatschen”?

Offenbar nicht.

Ich frage mich manchmal, ob nicht der ein oder andere Konflikt in der Geschichte hätte anders verlaufen können, wären Sprachprofis an den richtigen Stellen gesessen. Nicht als Übersetzer. Als Versteher.

Brotlose Kunst, sagen sie.

Am Samstag in München wäre sie unbezahlbar gewesen.

Viele behaupten, Sprachwissenschaftler brauche kein Mensch. Germanisten, Anglisten, Linguisten – brotlose Kunst. Was will man mit denen? Nun ja. Am Samstag hat der US-Außenminister in München eine Rede gehalten, in der er 500 Jahre Kolonialismus als zivilisatorische Glanzleistung feierte, anti-koloniale Befreiung als Anfang vom Untergang beklagte und das US-Außenministerium anschließend ein Sharepic mit dem Satz veröffentlichte: „We do not want allies to be shackled by guilt and shame.” Der Saal gab Standing Ovations. Deutschlands Außenminister nannte den Mann danach „a true partner”. Der Verteidigungsminister fand den Ton „beruhigend”. Ich bin Germanistin. Ich habe die Rede beim ersten Hören verstanden. Nicht weil ich klüger bin als ein Minister. Sondern weil es mein Beruf ist, Sprache zu lesen – nicht nur die Worte, sondern was dahinter steht. Subtext. Konnotation. Framing. Das, was zwischen den Zeilen passiert, während man noch das Wort „Zivilisation” verdaut. Sprachwissenschaftler werden darauf trainiert, genau das zu hören, was der Sprecher sagen will, ohne es auszusprechen. Wir hören, wenn jemand „Erbe” sagt und „Überlegenheit” meint. Wir hören, wenn jemand „Erneuerung” sagt und „Revision” meint. Wir hören, wenn jemand „Schuld und Scham” sagt und damit die Erinnerungskultur eines ganzen Kontinents zur Disposition stellt. Es gibt Dolmetscher in diesen Delegationen. Es gibt Redenschreiber. Es gibt sicherheitspolitische Berater, wirtschaftspolitische Berater, militärische Berater. Aber gibt es jemanden, der im Saal sitzt und in Echtzeit sagt: „Achtung. Der hat gerade den westlichen Kolonialismus als goldenes Zeitalter verkauft. Nicht klatschen”? Offenbar nicht. Ich frage mich manchmal, ob nicht der ein oder andere Konflikt in der Geschichte hätte anders verlaufen können, wären Sprachprofis an den richtigen Stellen gesessen. Nicht als Übersetzer. Als Versteher. Brotlose Kunst, sagen sie. Am Samstag in München wäre sie unbezahlbar gewesen.

Eine Antwort: Ich befürchte, selbst mit „Versteher“ und „Übersetzer“ wären viele dieser Rückgratlosen Gesellen und aufgesprungen und hätten geklatscht. Bin mir nicht sicher, ob der Opportunismus im Saal nicht deutlich in der Überzahl war.

Reaktion: Guter Punkt. Vermutlich war der Opportunismus tatsächlich in der Überzahl. 
Aber genau deshalb braucht es die Versteher – nicht um die Opportunisten zu bekehren, sondern um den anderen die Ausrede zu nehmen, sie hätten es nicht gewusst.

Eine Antwort: Ich befürchte, selbst mit „Versteher“ und „Übersetzer“ wären viele dieser Rückgratlosen Gesellen und aufgesprungen und hätten geklatscht. Bin mir nicht sicher, ob der Opportunismus im Saal nicht deutlich in der Überzahl war. Reaktion: Guter Punkt. Vermutlich war der Opportunismus tatsächlich in der Überzahl. Aber genau deshalb braucht es die Versteher – nicht um die Opportunisten zu bekehren, sondern um den anderen die Ausrede zu nehmen, sie hätten es nicht gewusst.

Post auf dem Netzwerk, dessen Namen wir hier nicht nennen dürfen.

🤪

TWITTER!!!

Er ist von @sunnymica.bsky.social

Es geht um die Rede von Rubio.

#msc #Sicherheitskonferenz #Rubio #usa #Europa #Sprache #Sprachwissenschaft

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DGfS macht Schule #22:  Rundungsumlaute im Deutschen mit Dennis Beitel
DGfS macht Schule #22: Rundungsumlaute im Deutschen mit Dennis Beitel YouTube video by DGfS macht YouTube

ö, ü - Ümlaut 🤘 Woher kommen die eigentlich? Warum gibt es sie nicht überall? Im neuen #DGfs macht Schule-Video erklärt Dennis Beitel, was es damit auf sich hat. Schaut rein 👉 www.youtube.com/watch?v=nfb9...

#BLinguistik #linguistics #Sprachwissenschaft

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Conversation research study. Participants needed! 25€ coupons to win!

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Want to chat and help with a study? Take part in fun, relaxed conversation activities. English level doesn’t matter.

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#Linguistics #BLinguistik #Linguistik #Sprachwissenschaft

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Portrait of the speaker Guendalina Reul

Portrait of the speaker Guendalina Reul

Upcoming Thursday:
@ruhr-uni-bochum.de
15.01., 12-2pm, GA04/187 & Zoom
Linguistics
Guendalina Reul (Köln):
The Multilayered Nature of Ad Hoc Metonymy: Evidence from EEG
#Linguistics #CognitiveScience #GuendalinaReul #EEG #Metonymy #Language #UniKöln #PhilosophyOfLanguage #Sprachwissenschaft

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In der neuen Folge sprechen wir mit Annika Schiefner über Gebärdensprache, Ikonizität und darüber, was ihre Forschung für das Lernen junger Menschen bedeutet.

Auch Thema: ihr Post-Doc in Amsterdam und der Blick auf digitale Lernprogramme.

#Gebaerdensprache #Sprachwissenschaft #Forschung #Podcast

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Argumente – Verein für geschlechtsneutrales Deutsch e. V.

Brauchst du Argumente für die nächste Diskussion über gendergerechte Sprache?

Das Inklusivum ist nicht nur eine spontane Idee, sondern basiert auf Umfragen und linguistischen Überlegungen.
#Sprachwissenschaft #GenderStudies #Gendern #Inklusivum #geschlechtsunabhängig

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Und was darf natürlich nicht unter dem Weihnachtsbaum fehlen? 🎄
Die "Weihnachtslinguistik. Festliche Texte über Sprache" von @konstanzemarx.bsky.social et al.:
www.narr.de/weihnachtsli...

#narrfranckeattempto #vernarrtinwissen #Linguistik #Weihnachtslinguistik #Sprachwissenschaft

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Anfang November verteidigte Alexia Despina Leonidou in unserem Graduiertenkolleg erfolgreich ihre Dissertation. Herzlichen Glückwunsch, Alexia!

#grk2700 #unimarburg #sprachwissenschaft #linguistik #disputation

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Ein aktuelles Thema, wieder bei uns bei @realscientists.de. Verfolgt @hagenblix.bsky.social Woche bei uns!

#wisskomm #KI #Sprachwissenschaft

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Kleines Internationales Symposium zum Nordwestgermanischen am 12. Dezember 2025 Am 12. Dezember 2025 findet an der Professur für Vergleichende Indogermanische Sprachwissenschaft ein Kleines Internationales Symposium zum Nordwestgermanischen statt. Auf diesem werden aus…

Symposium in Erlangen: www.indogermanistik.phil.fau.de/2025/11/10/v... #linguistik #germanisch #germanischesprachen #wissenschaft #sprachwissenschaft

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Neugierig geworden?

Hier könnt ihr bis Ende des Jahres drei Kapitel kostenlos lesen: www.degruyterbrill.com/accessLink/S...

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📘 Und hier könnt ihr mehr über das Buch erfahren: www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/978...

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#Linguistik #Sprachwissenschaft #Germanistik

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Studentin such Proband:innen für ein Experiment 🕵

- einsprachig aufgewachsene Deutsch-Muttersprachler:innen
- Italienischkenntnisse B1/B2
- keine neurologischen/sprachlichen/auditiven Beeinträchtigungen

Vergütung 25€ 🤩

emma.mensching ät fu-berlin.de

#BLinguistik #Experiment #Sprachwissenschaft

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Dialektforscher in Bad Godesberg: Von Döckes, Kroddeln und Stöckeböggeln Sprachwissenschaftler Georg Cornelissen hat innerhalb seines Projekts „Bönnsch um 1900“ ausschließlich aus Godesberg überlieferte Wörter und Wendungen gefunden. Dem GA „präsentiert“ er seine Sprachsch...

Von Döckes, Kroddeln und Stöckeböggeln
Sprachwissenschaftler Georg Cornelissen hat innerhalb seines Projekts „Bönnsch um 1900“ ausschließlich aus Godesberg überlieferte Wörter und Wendungen gefunden.
#bonn #godesberg #dialekt #rheinisch #bönnsch #sprachwissenschaft
ga.de/bonn/bad-god...

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📣 #KatharinaEhret in der #Ringvorlesung des #ZfW #UniMünster:

👉„Alle Sprachen sind gleichermaßen komplex!? #Komplexität in der #Sprachwissenschaft

📅 30.10.2025
🕕 18:15 – 19:45 Uhr
🔗 Online:
uni-muenster.de/Wissenschaftstheorie/ringvorlesung

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in der #verschlagwortung diese woche: koordinierende konjunktionen in sinitischen sprachen (katalogplus.uni-muenster.de/permalink/49HBZ_ULM/1oru... ein briefwechsel von rainer maria rilke mit aurelia gallarati-scotti ( […]

[Original post on openbiblio.social]

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Das Wintersemester 2025/26 ist da und das beudeutet auch eine neue Serie von acht Dahlem Lectures in Linguistics zu diversen hochspannenden Themen der Linguistik 🤩

Weitere Infos: dcl.fu-berlin.de

#DahlemLecturesInLinguistics #DahlemCenterForLinguistics #Linguistics #Linguistik #Sprachwissenschaft

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miriam butt kann also auf 30 jahre aktivitäten rund um #openaccess zurückblicken. ein fazit: "es braucht nicht sehr viele ressourcen – es braucht leute, die daran glauben!"
ein tolles beispiel aus der (ja genrell erfreulich open-access-affinen) #sprachwissenschaft. #oat25

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Büchertisch des J.B. Metzler Verlags mit spannenden Neuerscheinungen und Klassikern

Büchertisch des J.B. Metzler Verlags mit spannenden Neuerscheinungen und Klassikern

Auftsteller der GAL Jahrestagung

Auftsteller der GAL Jahrestagung

Die GAL-Jahrestagung startet an der Uni Hildesheim! Am Büchertisch von J.B. Metzler wartet eine Fülle spannender Neuerscheinungen und Klassiker darauf, entdeckt zu werden. Vorbeischauen lohnt sich✨#GAL2025 #Sprachwissenschaft #JBMetzler @gal-ev.bsky.social

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Weiter geht´s heute mit der Vorstellung des Teilprojekts C2(b).
Schön, dass du dabei bist, Sven!

Foto: Matzner Felix

#grk2700 #linguistik #unimarburg #sprachwissenschaft

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Leseempfehlung:

„"Verstehen" LLMs, was sie sagen? Sie bestehen alle Tests zum Textverständnis mindestens genauso gut wie Menschen, trotzdem sträubt sich etwas in uns, ihnen eine solche Eigenschaft zuzuschreiben. Simulieren sie nicht nur Verständnis und Intelligenz?““

#Sprache #Sprachwissenschaft

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Die Zweifelfälle in unserer Muttersprache: Drei Fragen an die Sprachwissenschaftlerin Prof. Dr. Renata Szczepaniak · Leipziger Zeitung Hat die Kollegin die E-Mail abgesandt oder abgesendet? Fällt der Unterricht aus wegen dem oder wegen des Feiertages? Liegt der oder das Joghurt im

Die #Zweifelfälle in unserer #Muttersprache: Drei Fragen an die #Sprachwissenschaftlerin Prof. Dr. Renata #Szczepaniak

www.l-iz.de/bildung/fors...
#Leipzig #Universität #Sprachwissenschaft

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🚨 !New Deadline! 🚨

Submit your abstracts until 1 September 2025!

#linguistics #CfP #linguistik #sprachwissenschaft

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