Schwarz-Weiß-Fotografie eines Gerichtssaals im Frankfurter Römer während der Auschwitz-Prozesse. Zahlreiche Richter, Anwälte, Angeklagte und Zuschauer sind zu sehen. Darunter ein Textfeld mit folgendem Zitat von Fritz Bauer:
„Wenn die Prozesse einen Sinn haben, so ist es die unumgängliche Erkenntnis, daß Anpassung an einen Unrechtsstaat Unrecht ist. Wenn der Staat kriminell ist, […] ist Mitmachen kriminell. […] Dabei macht es keinen Unterschied, ob ich selber Hand anlege oder nicht. Es kommt nicht darauf an, ob an meinen eigenen Händen Blut klebt oder ob sie nur mit Tinte besudelt sind, ob ich aktiver Täter, Nutznießer oder nur beifällig nickender Zuschauer bin.“
– Fritz Bauer, Warum Auschwitz-Prozesse?, in: Neutralität. Kritische Zeitschrift für Kultur und Politik, Jg. 2 (1964/65), H. 6–7 S. 9.
Rechts oben: Logo des Fritz Bauer Instituts „Geschichte und Wirkung des Holocaust“.
#OTD
🧵1/4
60 Jahre Auschwitz-Prozess:
Am 19. August 1965 endete in Frankfurt das Verfahren gegen 22 ehemalige SS-Täter. Es war ein Meilenstein der deutschen #Rechtsgeschichte und ein Wendepunkt der #Erinnerungskultur.
#AuschwitzProzess #FritzBauer #NieWieder #Zeitgeschichte #NSVerbrechen